23 Prozent

Frauen in Deutschland verdienen 23 Prozent weniger als Männer. Damit ist Deutschland Spitzenreiter bei der Ungleichbezahlung. Na vielen Dank auch! Forscht man nach den Gründen, so wird diese Ungerechtigkeit mit der hohen Teilzeitquote von Frauen und dem hohen Frauenanteil im Niedriglohnbereich erklärt.
Frauen verdienen im Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen 25 Prozent und in Unternehmensnahen Dienstleistungen sogar bis zu 30 Prozent weniger als Männer. Selbst in Berufen im Bereich der Erziehung und des Unterrichts, in welchem uns immer nachgesagt wird, dass wir Frauen dafür geschaffen wurden, verdienen wir ca. 16 Prozent weniger. Nur im Bereich des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden, liegen wir nah bei den Männern – nur 5 Prozent Lohnungleichheit. (Arbeitet eine von euch im Bergbau? Oder kennt eine Frau die das tut? Ich ja nicht…)
Alles in allem ist das eine grobe Unverschämtheit!
Nun habe ich heute morgen im Sat.1 Frühstücksfernsehen (darf man ja ruhig mal erwähnen) gesehen, dass man plant, an einem Tag im Jahr, Frauen 23 Prozent auf ihren Einkauf (in teilnehmenden Geschäften) zu gewähren. Dieses Pilotprojekt startet glaube ich dieses Jahr erstmalig im Osten Deutschlands und wird hoffentlich ein voller Erfolg. Wer 23% weniger verdient, sollte auch 23 Prozent weniger zahlen – klingt logisch, oder? Zum Ende der Woche sollen genauere Informationen unter www.23-prozent.de vorliegen, noch wird diese Seite jedoch bearbeitet.
Toi, toi, toi liebe Mädels, das es das auch in eurer (und vor allem meiner!!!) Stadt geben wird.
