10. August 2009 in Handy Neuigkeiten, Hinter den Kulissen von

blackberry-curve-8520

So ist das bei uns im Büro. Man kommt an seinen Arbeitsplatz und findet plötzlich ein neues Handy vor. Natürlich hab ich nicht mal im Traum daran gedacht es behalten zu dürfen, aber das ich es quasi “gleich” wieder abgeben muss, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet :( Wie dem auch sei, hier -

Der Test

Teil 1 – Das Drum Herum

Auf Unboxing und ähnliches wurde verzichtet, denn ich bekam lediglich ein “nacktes”, schwarzes Gerät mit fast leerem Akku, aber bitte versteht das nicht falsch, ich will mich nicht beschweren! Das 106 x 58 x 13mm große Smartphone wiegt (inkl. SIM-Karte) 106g und ist somit nicht nur etwas leichter als mein Blackberry Bold, sondern auch etwas kleiner. Zur Verarbeitung muss ich sagen ist viel Gummi hinzugekommen, was dem Gerät aber keineswegs die Seriösität nimmt. Blackberry bleibt schließlich Blackberry ;)

Das was das Bold so stabil wirken lässt (die Alu-Verkleidung am Rand, sowie die Leder-Akkuklappe), fehlen dem Gemini vollkommen, hier wurde lediglich mit Plastik und Kautschuk gearbeitet. Dafür sind jedoch alle Knöpfe mit Gummi ummantelt, was die Abbruchgefahr verringert. Knöpfe für den Media-Player wurden auf der Kopfseite hinzugefügt, welche selbstverständlich auch verkleidet sind. Die Kamera befindet sich, wie so oft, auf der Rückseite, eingelassen in Gummi neben dem “Curve”-Logo. Darunter folgt die schwarze Klavierlack-Akkuklappe, welche abschließend wieder in Gummi eingebettet ist, allerdings mit einer kleinen Einkerbung um die, sowieso sehr locker sitzende Klappe leichter entfernen zu können.

Auf der Vorderseite des Gerätes befindet sich das 2,46″ große Display mit dem typischen Blackberry-Logo und einem kreisrunden Hinweis-Lämpchen (allerdings blinken beim Erhalten einer SMS gleich zwei Punkte auf…) Wie dem auch sei, die Tasten haben einen Durchmesser von 0,4cm und verlaufen bis zur Mitte der QWERTZ-Tastatur von oben links nach unten rechts und danach von oben rechts nach unten links, was das Tippen zwar erleichtert, dennoch für Männerhände ein Problem sein könnte. Das absolute Novum bildet natürlich das Trackpad, welches den bisher meist vorhandenen Trackball ersetzt hat. Mein Kollege Kai wäre über den Verlust seines “Bällchens”, wie er mir mitteilte, sehr traurig :D Ich allerdings kann nur sagen – Daumen hoch!

Teil 2 – Wie siehts innen aus?

Wie ich finde gut, jedoch nicht viel anders als bei meinem Bold auch. Allerdings fällt mir gleich auf das das Menü auf Englisch steht. Beim Versuch es zu ändern habe ich lediglich die Möglichkeit zwischen Englisch, Englisch (United States) und Espanol zu wählen. Nun denn, klappt für mich alles, aber da weiss ich ja schon mal woran ich bin – an einem Gerät das nicht für den deutschen Markt gedacht ist ;) Ansonsten bleibt im Menü alles gleich. Icons können verschoben bzw. versteckt werden, das Menü lässt sich also ganz individuell gestaltet werden. Trotz verkleinerter Tasten verläuft auch das SMS schreiben wie immer beim Blackberry, unkompliziert – sieht man vom vertauschten Y und Z ab, was aber an der Spracheinstellung liegt. Das Navigieren mit dem Trackpad gestaltet sich einfacher als mit dem Trackball, da der Daumen jetzt nur aufliegt und nur noch geringfügig Druck ausgeübt werden muss.Ausserdem kann sich auch kein Schmutz mehr am ansetzten, womit Abnutzungserscheinungen deutlich verringert werden.

Beim Surfen stelle ich fest, ist das Blackberry Gemini, trotz fehlendem UMTS gut auf Zack und bedient die von mir gewünschten Seiten relativ flott. Bedauerlich ist, das es ausgerechnet beim Aufrufen von mobook.de ein wenig zäh läuft – ist ja aber auch viel drauf auf der Seite ;) Da hat auch mein Bold Probleme, trotz UMTS! Aber naja, WLAN ist immerhin an Bord, also ein kleiner Trost. Zum Thema Betriebssystem kann ich nur sagen, dass das Gemini tatsächlich auf OS 4.6.1 läuft, wie es dann beim offiziellen Ausliefern aussieht wird sich zeigen.

Teil 3 – Fazit

Alles in Allem gefällt mir das Smartphone echt gut, trotz Plastik, denn es wirkt nicht billig, trotz Gummi, es wirkt nicht aufdringlich und trotz fehlendem UMTS. Für einen Einsteiger ist dieses Gerät das absolut Richtige, jedoch denke ich nicht, das ich es, unter dem Gesichtspunkt ein Blackberry Bold Besitzer zu sein, eintauschen würde, trotz des überaus komfortablen Trackpads.

Teil 4 – Worte zum Abschied

Nun muss ich es auch schon wieder abgeben, das kleine Blackberry Curve 8520 bzw. Gemini. Schön wars mit dir kleiner Freund – auf baldiges Wiedersehen – vielleicht hast du dann ja etwas mehr Zeit und hast in der Zwischenzeit ein wenig Deutsch gelernt :)

blackberry-gemini-8520vergleich Bilderquelle

PS: Das Ladekabel von meinem Blackberry Bold passt nicht, der Anschluss ist kleiner geworden :(

PPS: Für alle die ohne web2.0 Apps nicht mehr leben können, einige sind schon vorinstalliert, wie bspw. googletalk oder der MSN-Messenger.