Das iPad und mobook, das iPad und wir
Man hat mich geschrumpft. Ich bin winzig und mein iPhone ist riesengroß… komischerweise ist ansonsten alles normal…
Was passiert ist? Ganz einfach, ich halte ein iPad in den Händen.
Woher das gute Stück kommt?
Vielleicht interssant für alle die nicht mehr warten wollen, bis das iPad in Deutschland erscheint: Ein Kollege von mir hat es im Apple Store in San Franzisko gekauft. Da es sich um die 32 GB Version handelt, fielen Zollgebühren an, die 16 GB Version kann zollfrei importiert werden, denn diese ist günstiger.
Im Lieferumfang enthalten waren bei dieser Version: Das iPad, ein USB-Kabel + Ladestecker (US), die Anleitung ( wer braucht bei diesem Gerät eigentlich eine Anleitung?) und ein Apple-Aufkleber (Wow!).
Das war´s dann auch schon. Keine Kopfhörer, keine Dockingstation, kein Tuch um das iPad von der „Fingerabdruck- Plage“ zu reinigen. Ein wenig mager.
An und hin und weg
Optisch ist das iPad in der Tat ein “Riesen- iPhone”, technisch ist es mit den üblichen Tücken eines Apple Geräts ausgestattet, aber wer braucht schon Flash?
Ich zumindest bin auf einmal überzeugt, dass Flash von vorgestern und vollkommen überbewertet ist. Kein Mensch braucht Flash!!!
Was zum Teufel baut Apple in seine Produkte, dass sie es immer wieder schaffen, auch den größten Skeptiker zu überzeugen? Ich tippe auf irgendeine chemische Substanz, die die Serotoninproduktion im Gehirn anregt…
Ehrlich gesagt konnte ich den Hype um das iPad bisher nicht verstehen konnte.
Vielleicht sollte man aber einfach nicht zu rational an die Sache herangehen. BRAUCHT man das Gerät mit dem ungünstig gewählten Namen wirklich? Nein, sicher nicht. Aber mal ganz ehrlich, wer BRAUCHT schon ein iPhone? Ich liebe mein Apfeltelefon aber die meisten Apps die ich installiert habe, dienen der Unterhaltung oder der Unterstützung meiner grenzenlosen Faulheit.
Das iPad und mobook, das iPad und das Internet
Wie beim Handy und Surfstick, benötigt man für das iPad eine Simkarte mit Datentarif ( ohne Datentarif wird der ganze Spaß VERDAMMT teuer). Das Problem bei der ganzen Sache: Gängige Simkarten passen nicht, man benötigt eine Micro- Simkarte.
Woher man die bekommt? (Ihr ahnt es, jetzt kommt der Teil mit der Eigenwerbung) Ganz einfach: Bei mobook. Sobald das iPad deutschen Boden betritt, könnt ihr bei mobook die passenden Simkarten kaufen und natürlich die passenden Datentarife abschließen.
Bis dahin müssen Besitzer des iPads zur Schere greifen und die gängigen Simkarten auf Micro-Sim- Format zurechtschnitzen. Wir raten hiervon natürlich ab und übernehmen KEINE Garantie für zerstörte Simkarten
(Werbemodus aus)
Bedienung- gewohnt einfach, gewohnt perfekt
Wer jemals ein iPhone in der Hand hatte, wird wissen, dass es das wahrscheinlich am einfachsten zu bedienende „Handy“ der Welt ist.
Der Home- Button der beim iPad wie auch beim iPhone unten auf dem Gerät angebracht ist, dient dazu, von wo auch immer zum Startbildschirm zurückzukommen. Apps werden durch antippen ausgewählt. Um die anderen Seiten des Bildschirms anzusehen, wischt man mit dem Finger nach rechts oder links. Fertig.
Schnell stellt sich jedoch die Frage der Handhabung des iPads. Um das iPad in einer Hand zu halten und es mit der anderen zu bedienen ist es auf Dauer zu schwer.Ein Manko auch bei der Verwendung des iPads als eBook- Reader. (1:0 für Kindle?)
Hält man das iPad in beiden Händen, ist die Bedienung der virtuellen Tastatur mit den Daumen aufgrund der Größe des iPads unmöglich, es sei denn, man hat wirklich SEHR große Hände.
Hat man jedoch einmal die perfekte Position für das iPad gefunden, sind die Tasten, aufgrund ihrer Größe einfacher zu bedienen als die des iPhones.
Am Ende landet das iPad also meistens auf einem Tisch oder auf dem Schoß. Mein Kollege behauptet, es sei das optimale Sofa- Gerät. Ich würde das ja gerne selbst testen, fürchte aber, dass man mir das neue Lieblingsspielzeug nicht über´s Wochenende überlassen wird.
Einfach nur Lesen ist out
Alle Dinge, die ich mit dem iPad machen kann, funktionieren auch mit dem iPhone. Dieses Lieblingsargument aller iPad- Nörgler ist sicher richtig. Nur erlaubt das iPad aufgrund seiner Größe einen vollkommen anderen Komfort. Beim Lesen von eBooks oder Zeitschriften auf dem iPad braucht man nicht ständig zoomen, um eine komfortable Buchstabengröße zu erreichen. Anklicken, loslesen und fertig.
Eine kurze Vorabbemerkung zum Thema Lesen: Ich mag keine eBooks. Ich mag klassische Bücher aus Papier. Ich mag den Geruch von Papier und, so seltsam es sich auch anhört, ich mag die Geräusche, die Papier beim Umblättern macht. „Umblätterimitationsgeräusche“ können da nicht mithalten.
Bei der Arbeit sitze ich den ganzen Tag vor dem PC und bin froh, wenn ich in meiner Freizeit keinen Bildschirm vor Augen habe. Ebooks haben bei mir aus diesen Gründen einen verdammt schweren Stand und ich bin mir sicher, dass das auch so bleibt.
Das einfache „Lesen“ wird beim iPad allerdings durch einige nette Features ergänzt, die unglaublichen Spaß machen.
Der glückliche Besitzer des iPads (nein, es ist leider NICHT meins) hat “Alice Lite” installiert. Alice im Wunderland? Hm, nicht grade eins meiner Lieblingsbücher, aber schauen wir mal.
Wenige Sekunden später (nebenbei bemerkt: das iPad ist VERDAMMT schnell) fühle ich mich nicht mehr nur geschrumpft sondern zusätzlich in die Welt von Harry Potter versetzt, denn die Illustrationen des eBooks sind animiert.
Taschenuhren fliegen durch das Bild, Marmeladengläser und bunte Pillen (s. Bild) schweben durch die Schrift, ja, das macht schon Spaß!
Eine Mischung aus Buch und Spiel soll übrigens die Harry Potter- Version für das iPad darstellen. Lesen und nebenbei kleine Rätsel lösen- ganz nach meinem Geschmack ( Reading-Tainment?). In Apple-Fachkreisen nennt sich das Ganze übrigens iBook. Wer ohne optische Ablenkung lesen will, ist hier allerdings nicht an der richtigen Adresse.
Iphone Apps auf dem iPad
Leider funktioniert der ganze Spaß in Deutschland derzeit nur eingeschränkt. Apps können nicht vom iPad direkt, sondern nur über den PC/ Mac geladen werden.
Natürlich funktionieren iPhone Apps auch auf den iPad, allerdings mit einem erheblichen Manko. Um die Apps auf die Displaygröße des iPads zu bringen, werden die einfach vergrößert bzw. gezoomt, was natürlich zu erheblichen Einbußen bei der Bildqualität (s. Bild) führt.
Um eine anständige Bildqualität zu erreichen, kann man die Apps in der Orignial- iPhone Größe verwenden, der große Bildschirm des iPads macht dann allerdings wenig Sinn.
Die für das iPad konzipierten Anwendungen hingegen überzeugen auf ganzer Linie. Detailgenau, in brillanter Auflösung, immer nett animiert, alleine der Wetterbericht (s. Bild) macht schon Spaß.
iPod
Die iPod Bibliothek beim iPad ist anders aufgebaut als beim iPhone und erinnert an den die Darstellung von iTunes auf dem PC oder Mac. Am linken Bildschrimrand erscheint die Mediathek in Hauptbereich findet man die Albumcover in gewohnt brillanter Auflösung. Beim Anwählen eines Albumcovers öffnet sich ein Fenster mit den Titeln des Albums(s. Bild) , durch erneutes Anklicken schließt sich das Fenster. Gewohnt praktisch, gewohnt einfach, nur optisch ein wenig aufgepeppt.
Spiele Spiele Spiele
Als ich die Spiele entdecke, ist es um mich geschehen. Bei Parcel Panic rudere bzw. lenke ich wild mit dem iPad um einen LKW zu steuern und trainiere nebenbei meine Arme, denn das Gewicht des iPads spürt man durchaus. Ich versuche mich daran zu erinnern wie Civilization funktionierte, lasse (pixelige) Siedler wuseln und spiele Klavier, bis ich entsetzte Blicke von Chester ernte, denn ich kann kein Klavier spielen. An dieser Stelle weiß ich, dass ich mich jetzt wohl oder übel in die langweilige lange Reihe der iPad- Jünger einreihen muss.
Fazit
Als mein Telefon klingelt und ich sehe, dass der Besitzer des iPads mich anruft, werfe ich mich schützend über das iPad und flüstere ein „bitte nimm es mir nicht weg“- ins Telefon.
Das iPad hat mich in seinen Fängen.
Ich gebe es zu, ich will es haben! Am besten jetzt. Brauchen tue ich es immer noch nicht, aber wie Jenny bereits vermutet hat, schließt das iPad eine Lücke, von deren Existenz man bisher nichts ahnte.
P.S Microsoft hat seine Tablet- Pläne inzwischen eingestellt.





30. April 2010 at 15:58 | Andreas
Kein Mensch braucht iPad.
Wenn ich Bücher lesen möchte dann nehme ich mir eins.
Wenn ich spielen möchte dann schalte ich meine PS3 ein.
Wenn ich Surfen möchte dann schalte ich meinen Laptop an
30. April 2010 at 16:14 | Diana
Und wenn du alles unkompliziert in Einem haben willst: Nimmst du ein iPad
30. April 2010 at 16:14 | Diana
… wobei ein iPad NIE ein normales schönes Buch aus Papier ersetzen kann
30. April 2010 at 16:53 | Andreas
Aber mein PS3 hat viel bessere Spiele
Und meine Bücher sind aus Papier und ich mag Apple nicht.
Da kaufe ich mir lieber Windows bzw. Microsoft Produkte!
30. April 2010 at 17:04 | Diana
Dann wirst du noch laaaaaaaaaaaange auf so ein Tablet- Ding warten müssen
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jCPLGK9Q621QPjCR1SsCaQTFDKmg
30. April 2010 at 17:16 | Andreas
Dann warte ich
Aber ganz ehrlich. Wenn ich Nachrichten lesen möchte nehme ich eine „altmodische“ Zeitung.
Bücher lesen würde ich nie auf einem iPad, Kindle oder einem Tablet-PC das ist irgendwie nicht richtig. meine Bücher brauchen keinen Strom oder Akku die Klappe ich auf und lese einfach.
3. Mai 2010 at 15:13 | Tischi
Zum iPad möchte ich eine kurze Anekdote erzählen.
Wir schreiben 7:35 Uhr Airport Friedrichshafen (heute: 03.05.2010). Auf den Flieger nach Köln wartend, spielte ich mit meinem iPhone rum und merkte, dass sich neben mir ein junger Mensch niederließ. Er schaute kurz zu mir rüber, warf seine linke Augenbraue hoch und holte aus seiner Hosentasche sein iPhone und zog sein Headset an. “Toll Du Proll” waren meine Gedanken. Als er merkte, dass ich seiner 32GB 3Gs Variante keine Aufmerksamkeit schenkte, griff er ein weiteres mal in seine Tasche und holte, wie zu erwarten, sein iPad heraus und schloss ebenfalls sein Headset an. Man muss bedenken, zwei Geräte, zwei Headsets für zwei Ohren. – “Supertoll du Superproll” – Aufmerksamkeit lies ich Ihn trotzdessen nicht verspüren.
Ich kann nur sagen. Ein iPad ist schon was schickes, aber ohne Internet nur Winterspeck! Ich warte definitiv auf die 3G Variante, und wenn Ihr dann die passenden Tarife habt, werde ich auf euch zurückkommen.
3. Mai 2010 at 17:09 | Diana
Richtig so! Unerwünschtes Verhalten ignorieren! Und…. wir haben IMMER den richtigen Tarif
3. Mai 2010 at 21:25 | macringo
iPad Anekdote #2
Sitze in der Bahn und lese Mails auf meinem iPhone. Kommt ein Mitfahrgast und sagt mir einfach so, er hätte ja schon das iPhone 3GS und damit ist das Internet viiiiiiiel schneller. Ohne ihn darüber aufzuklären, dass ich ebenfalls ein iPhone 3GS besitze holte ich ignorierend mein iPad raus und startete iTunes. Als der unbekannte Herr dann – ohne das ich auch nur irgendeine Reaktion zeigte – mir erzählte, dass er lieber auf das iPad 3G wartet, konnte ich mir es nicht nehmen lassen, mein iPad wieder in die Tasche zu stecken um das andere iPad 3G rauszuholen. Und endlich hat der unbekannte Herr seine Klappe gehalten und war sichtlich irritiert. Glück für ihn, dass ich nicht auch noch mein MacBook Pro rausholen musste
4. Mai 2010 at 10:49 | Andreas
Der macringo ist ein Proll