12. November 2010 in Allgemein von

Eigentlich wollte ich heute mit einem Test des LG E900 beginnen. Leider versagt mir unsere Vodafone SIM-Karte die Dienste, und da es sich um ein Vodafone Gerät handelt, kann ich den E900- Test fürs Erste vergessen.

Heute ist der 12.11. in Köln auch als „Weltkatertag“ bekannt. Da ich gestern nicht auf Tour war ( Hund sei Dank) und heute nicht den ganzen Tag damit verbringen möchte meine verkaterten Kollegen mit schrill gekreischten Karnevalsliedern zu quälen, widme ich mich außerplanmäßig dem LG C300, das auch unter dem Namen LG C300 Town auftaucht.

Nicht alle Menschen brauchen ein Hightechsmartphone und ich finde, auch Handys, die einfach aber gut sind und vielleicht ein- oder zwei Funktionen haben, die über die eines Basishandys hinausgehen, haben eine Existenz- oder somit auch eine Testberechtigung.

Das LG C 300 ist ein Handy im Blackberrystil mit einem 6,1 cm (2.4 Zoll) großen Display. Laut LG handelt es sich um ein Messenger Handy, das für die Nutzung sozialer Netzwerke entwickelt wurde.

Zielgruppe sind die sogenannten Digital Natives. Laut Definition gehöre ich nicht zu denen (zualtzualtzualt), aber ich denke, das Handy werde ich trotzdem unter Kontrolle bekommen.

Ein y, wo ein z sein sollte und eine Tastatur für schlanke Finger

Das C300 ist recht schlank, was mich aber auf den ersten Blick stört, ist die QWERTY- Tastatur. Warum kein QWERTZ? Ich habe das „Z“ gerne oben, schließlich benötigt man es, wenn man auf Deutsch schreibt, wesentlich häufiger als das „y“. Aber gut, vielleicht stehe ich mit dieser Meinung allein da.

Im Gegensatz zu vielen Smartphones entfällt die lange Einrichtungs- und Eingewöhnungszeit. E-Mail- und Facebook-Account sind schnell installiert, die Tastatur ist zwar sehr klein, trotzdem aber gut bedienbar. Menschen mit extrem „kräftigen“ Fingern sollten jedoch testen, ob sie mit dieser Tastatur klarkommen.

Das Menü und die Bedienung

Die Suche nach dem Menüunterpunkt der mich von den unglaublich lauten und schrillen (gut, dass ICH keinen Kater habe) Tastentönen erlöst dauert nur kurz und schon ist Ruhe. Ich fühle mich in das „vor- Smartphone-Zeitalter“ zurückversetzt und habe mich umgehend wieder an die Nutzung einer Tastatur gewöhnt. Dies ist definitiv ein Handy, das man umgehend in Betrieb nehmen kann und keine zwei Tage Sonderurlaub oder, bleiben wir bei der Zielgruppe, Ferien benötigt um die Basisfunktionen zu finden und zu durchschauen.

Die wichtigsten Menüpunkte kann man bequem über die Navigationkeys erreichen.  Befindet man sich auf dem Homescreen öffnet die linke „Hörertaste“ eine Übersicht über eingegangene Nachrichten und Anrufe, die MyStuff- Taste öffnet das Untermenü für Bilder, Musik, Videos, Spiele und Apps wobei unter Apps in diesem Fall der Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace und Twitter, dem Messenger und der Anwahl der Push-E-Mail- Funktion zu verstehen ist.

Der OK- Button öffnet das Hauptmenü, ein Klick mit dem Steuerkreuz nach links öffnet die Übersicht über die verschiedenen Profile, ein Klick nach oben öffnet den Musikplayer, nach Rechts geht es zum Nachrichtenmenü und der Übersicht über eingegangene und versandte Nachrichten. Drückt man das Steuerkreuz nach unten, startet die Kamera.

Die Kamera des LG C300 hat übrigens eine Auflösung von 2 Megapixeln. Für Schnappschüsse ist das genug, wer regelmäßig Fotos machen möchte und diese auch über den Rechner betrachten möchte, sollte jedoch über ein anderes Handy nachdenken.

Die Taste rechts neben dem OK-Button öffnet das Telefonbuch, mit der „Hörer auflegen“ Taste ganz rechts kann man nicht nur Gespräche beenden, sondern landet auch immer wieder auf dem Homescreen.

Warum ich die Tastenbelegung so ausführlich beschreibe, hat einen guten Grund. Alle wichtigen Funktionen, die das LG C300 bietet, sind über diese Schnellzugriffe einfach zu erreichen. Gedächtnisschwache Menschen können sich entspannen, man hat schnell raus, auf welcher Taste welche Funktion liegt.

Fazit

Alles in allem, ist das LG C300 ein solides Handy, mit dem kommunikationsfreudige Kids sicher ihren Spaß haben werden. Der Schwerpunkt liegt eindeutig bei der Kommunikation über E-Mail, soziale Netzwerke und Messenger sowie bei den Musikfunktionen.

Die Nutzung des Internets macht, aufgrund des eher kleinen Displays, des eher trägen Browsers, mangelndem UMTS und WLAN nicht wirklich viel Spaß, ist aber ohne Weiteres möglich.  Zur Kamera lässt sich Ähnliches sagen. Sie funktioniert, macht einen aber nicht wirklich glücklich.

Trotzdem. Das LG C300 ist ein solides Einsteigerhandy für alle, die etwas mehr wollen als ein Basishandy, wesentliche Social Media Funktionen nutzen wollen, jedoch kein Smartphone haben möchten/können/dürfen.