Die Handwerker und ich- eine ganz besondere Freundschaft
Ich mag Menschen im Allgemeinen sehr gerne, aber eine besondere Gattung Mensch mag ich besonders: Handwerker.
Handwerker lassen Türen offen die sonst geschlossen sind, verteilen Staub und manchmal sogar Holzreste in der Gegend mit denen man hervorragend spielen kann.
Gestern war es wieder so weit: Handwerker in Sicht!
Diana ist ja in der Regel nicht SO pfiffig aber irgendwie hat sie den Braten wohl gerochen und mich nicht aus den Augen gelassen.
Da ich aber viel klüger bin als sie, habe ich mich in einem unbeobachteten Moment durch den Staub aus dem Staub gemacht und habe mich zu meinen Handwerkerfreunden auf den Balkon gesetzt.
Ich hatte es ja bereits geahnt. Die Handwerker hatten ein Herz für hungrige Hunde und nach nur einer Minute anstarren und einem winzigen traurigen „ich-habe-so-einen-Hunger“ Sabberfaden wurde ich großzügig mit Schinken gefüttert. Jungs, ich habe euch ja so gerne! Ihr seid meine ALLERBESTEN Freunde.
Gegendarstellung des Korrektors:
Das war Chesters Sicht der Dinge. Aus meiner Sicht stellte sich das Ganze etwas anders dar.
Handwerker im Haus bedeutet: Hund im Auge behalten denn Hund entführt Werkzeug und Holzteile, steckt seine dicke Nase überall hinein, tobt durch den Staub und wickelt Handwerker professionell um die kleine Kralle.
Das Hund einen Moment der Unaufmerksamkeit gnadenlos ausnutzt, um sich ( vollkommen lautlos) zu seinen neuen Freunden zu gesellen, hätte ich eigentlich wissen müssen.
Besonders verwunderlich ist, dass Chester eigentlich kein Meister des unauffälligen und lautlosen Schleichens ist. Wenn er sich dazu herablässt, drei Alibi-Hüpfer hinter einem Kaninchen herzumachen, ist er dabei so laut, dass alle Kaninchen im Umkreis von 30 Kilometers gewarnt sind. Ich meine, die Kaninchen sogar gelegentlich lachen gehört zu haben.
Er war also weg, weit konnte er aber nicht sein.
Ich habe mich auf die Suche gemacht, und da ich Chester inzwischen gut kenne, habe ich als Erstes bei den Handwerkern vorbeigeschaut, die grade auf dem Balkon Ihre Mittagspause genossen.
Wer saß also mit leicht schief gelegtem Kopf und seinem knautschgesichtigsten „guck, wie- süß-ich-bin“- Gesichtsausdruck neben den Handwerkern, wedelte fröhlich mit dem Schwanz (im Sitzen!) und ließ sich mit Schinken füttern? Chester.
Überflüssig zu betonen, dass ich lediglich mit einem beiläufigen „Hallo, du-auch-hier“- Hundeblick bedacht wurde. Hunde sind SO bestechlich!

