Germanys next Topmodel- Tränen der (Schaden)freude
Ja, das Bloggen kommt derzeit VIEL zu kurz bei uns, aber leider leider ist die Versorgung des Blogs nicht unsere einzige Aufgabe bei Sparhandy und manchmal müssen andere Dinge vorgehen.
Trotzdem kann ich mir einen Kommentar zu Germanys next Topmodel nicht verkneifen.
Im Gegensatz zu Jenny liebe ich diese Sendung.
Dass diese Staffel eher zäh war, ist ja inzwischen allgemein bekannt, das gestrige Finale war allerdings ein Highlight der ganz besonderen Art.
Der Beginn des Finales- es kann so schön sein sich zu schämen
Frohen Mutes und ausgerüstet mit jeder Menge Essen, meinem iPhone ( zwecks Twitter) und einem Glas Wasser (es muss ja nicht immer Wein sein) habe ich mich vor dem Fernseher platziert.
Um ca 20:16 lag ich vor dem Sofa und habe mir den Bauch gehalten.
Nein, das Essen war nicht schlecht, aber Heidi Klum war da. Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht.
Was um alles in der Welt haben Ihre Stylisten ihr angetan? Ein Haarschnitt, der an den, im Moment ungeschorenen, Chihuahua einer Freundin erinnert und ein Kleid, das Erinnerungen an meine Busfahrt nach Prag (über den traurigen längsten Straßenstrich der Welt) wach rief.
Die eigentlich so hübsche Heidi sah grauenvoll aus. Schadenfreude kann so unglaublich schön sein.
Zum Auftritt der Finalistinnen hatte ich ausgelacht und mich wieder aufs Sofa gezogen.
Doch dann… kam Jorge… Die politische korrekte Beschreibung seines Auftritts:
Ein kubanischer Catwalktrainer mit homosexuellen Tendenzen der jungen Mädchen das Laufen auf hohen Schuhen beibringt und zum Beweis, dass er selbst durchaus dazu in der Lage ist sich auf Highheels grade zu halten, überden Catwalk tanzt.
Die weniger korrekte, dafür aber vielleicht treffendere Beschreibung dieses Auftritts:
Ein schwuler kubanischer Winnetou auf Speed rast in einem Höllentempo über den Catwalk, hüpft, schreit und…. legte sich auf die Nase. Heidis Kommentar: „Du kannst so gut tanzen“.
Was nun? Vor Scham hinter dem Sofa verstecken? Tränen lachen? Ich habe mich für eine Mischung aus beidem entschieden.
Und dann… kam der Rest
Und dann? Wurde es unglaublich langweilig. Keine der Finalistinnen war dazu in der Lage einen überzeugenden Auftritt hinzulegen. Jede Bewegung wirkte hölzern und eingeübt ( ich weiß, so ist es auch, aber es soll doch um Gottes Willen NIEMALS so aussehen!). Ein „Gespräch“ zwischen Heidi und Alisar trieb mich buchstäblich in den Alkohol. Ohne Wein war das nicht zu ertragen.
Nach ca 1,5 Stunden war meine persönliche Schmerzgrenze erreicht. Der Fernseher lief, ich lag auf der Couch und wurde gelegentlich von Heidis zartem Stimmchen aus meinem Dämmerzustand gerissen.
Die ersten beiden Musikakts schafften es mich noch einmal in eine aufrechte Position zu wuchten:
Die Outfits von Monrose trieben mir die Schamesröte ins Gesicht und die Lachtränen in die Augen. Ich habe nichts gegen knappe Outfits. Aber das sah leider schrecklich billig aus. Schade, denn eigentlich sind die Mädels doch sehr ansehnlich.Video? Aber gerne!
Einige Zeit später dann der Auftritt von Kylie Minogue mit einem Gesicht, in dem sich kein einziger Muskel mehr bewegte. Es war mir neu, dass so viel Botox in so eine kleine Person passt.
Danach war endgültig Schluss. Ein Abend, der so lustig anfing und dann so schrecklich öde wurde, musste vorzeitig abgebrochen werden.
Schade, schade, das war ein unglaublich schwacher Abschluss der bisher schwächsten GNTM- Staffel auch wenn mir Augenzeugen berichteten, dass die Stimmung in der Lanxess- Arena toll war.
P.S Zu Juror „Q“ äußere ich mich besser erst gar nicht. Für soviel Fremdschämen fehlen mir die Worte.
P.P.S Alisar, das österreichische Valium hat gewonnen.


11. Juni 2010 at 15:12 | Robster
Es freut mich, dass dich der Schaden freut und dass dir das Fremdschämen Vergnügen bereitet.
Ich selbst würde freilich lieber meinem Schäferhund Bosso die Zehennägel kauen als Topmodel zu gucken.
11. Juni 2010 at 16:36 | Diana
Ich würde ZU gerne sehen wie du an den Krallen deines Hundes kaust