Gesetzliche Bestimmung für schnellere Rufnummernportierung
An und für sich ist es ja eine nette Idee, die die EU da hat. Laut Insidehandy ( ja ja das ist meine Lieblings- Info- Seite
) ist ein Gesetzesentwurf in Planung, der die maximale Bearbeitungsdauer für Rufnummernportierungen auf 24 Stunden begrenzt. Danach muss die ganze Geschichte über die Bühne sein und der Teilnehmer wieder über seine alte Rufnummer zu erreichen sein.
Eine grundsätzlich gute Idee, denn wer will schon bis zu vier Wochen auf seine Rufnummer verzichten, die in der Regel ja auch nicht ohne Grund portiert werden soll.
Für unseren Kundenservice und unsere Antragsbearbeitung wäre es sicher eine enorme Erleichterung, wenn sie sich nicht mehr über Tage oder Wochen mit einigen hartnäckigen Problemfällen herumschlagen müssten.
Wenn es da nicht nur das große ABER geben würde. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass Portierungen oft ein wirklich haarsträubendes Problem sind. Das besonders Schwierige bei diesen Geschichten: Die Ursachen für problematische Portierungen sind überaus vielfältig. So kann a) der Altanbieter b) der neue Anbieter c) der Netzanbieter d) eine technischer Defekt (!!) oder in den aller aller wenigsten Fällen auch mal Sparhandy schuld sein.
Ein solcher Gesetzesentwurf zäumt das Pferd also von hinten auf. Nicht die Problematiken der Portierung werden behoben sondern die Auswirkungen. Das Grundproblem wird hiermit nicht angetastet. Als (eigentlich noch) Studentin erinnert mich das Ganze ein wenig an die Einführung der Bachelor& Master Studiengänge an der Uni Köln. Ich weiß das ist wirklich sehr sehr weit hergeholt. Aber da war/ ist es meiner Meinung nach sehr ähnlich: Wir machen das jetzt einmal und überlegen uns danach wie wir das Umsetzen können und DANN entwerfen wir die Richtlinien, die die Praxis regeln. Das Ergebnis war ein unglaubliches Chaos. Leider weiß ich nicht, wie sich die Geschichte entwickelt hat… muss wohl mal wieder an der Uni vorbeisehen
