11. Dezember 2008 in Chesters Diary von


Gestern Abend habe ich es mir mit meinem Frauchen so richtig bequem gemacht. Sie lag auf dem Sofa und hat gelesen, ich bin zu ihr gekrochen (ja, ich darf aufs Sofa und auch ins Bett, aber das ist ein anderes Thema), habe meinen Kopf an ihre Schulter und meine Schnauze an ihren Hals gedrückt, war sehr glücklich mit dieser Liegeposition, habe geseufzt und bin zufrieden eingeschlummert. Im Halbschlaf habe ich jedoch vernommen, dass mein Frauchen einen Bericht über „Intelligenz bei Hunden“ im Dogs- Magazin gelesen hat … Irgendwann hat sie „mhhh“, „ohhh“ „oh ha“ und „ach jeeeeh“ gemurmelt.  Ich habe ein Auge geöffnet und gesehen, dass sie erst mein Herrchen angesehen hat, dann mit dem Finger auf mich gedeutet hat und (wie sie dachte) ganz leise „psssst, du ich glaube Chester ist ein wenig … also … vielleicht … nicht soooooo klug“ geflüstert hat. Wer ist hier jetzt „nicht so klug“?  Mag ja sein, dass ich nicht so clever bin, aber TAUB bin ich deswegen noch lange nicht. So eine Unverschämtheit. Ich habe mich dann unter den Küchentisch verkrochen und geschmollt. Kurz darauf sind meine Rudelführeranwärter dann ins Bett gegangen. Ich habe kurz überlegt, ob ich vielleicht einfach die ganze Nacht unter dem Tisch liegen bleibe. Aber das kuschelige Bett und die Gesellschaft meiner Menschen war dann doch zu verlockend. Menschen sind vielleicht manchmal nicht so klug und vergessen, dass Hunde ein sehr gutes Gehör haben, aber das kann man ihnen doch nicht (lange) übel nehmen, oder?
Da ich morgen frei habe, verabschiede ich mich hiermit ins Wochenende! Erholt euch gut und denkt dran: Intelligenz ist nicht alles :-)