4. Februar 2009 in Allgemein von

Die Australier bringen schon immer interessante Studien raus. Letztes Jahr habe ich mich schon über die häufigsten Unfälle durch die Handys ihr Leben aushauchen gefreut.

Passend oder nicht? Das liegt im Auge des Betrachters

Jetzt gibt es eine neue Studie, in der es um die Nutzung des Handys in „unpassenden“ Situationen geht.  Sicher ist die Definition dieser „unpassenden Situationen“ nicht ganz einfach und sehr individuell.
Eine meiner Freundinnen pflegt auch auf der Toilette („sag mal bist du auf dem Klo während du mit mir telefonierst?“ „Ja, warum?“) hemmungslos ihre Konversation mit mir oder betrachtet während eines Telefonats das Ergebnis ihres „Bikini waxings“ („jungejungemeinegüte“).

Ein weiteres Beispiel: Heute Morgen versuchte ich, meine liebe Kollegin Jenny zu erreichen. Sie ging nicht dran, mir fiel ein, dass sie Uni hat, und machte mich daran ihr eine SMS zu schicken, denn diese kann man, wie ich dachte, auch während der Vorlesung beantworten. Manchmal freut man sich in Vorlesungen ja sogar über so eine kleine Abwechslung.

Kaum hatte ich mich aber daran gemacht besagte SMS zu verfassen, klingelte mein Handy und Jenny war dran. Ein wenig verwundert klärte ich mit ihr, was es zu klären gab.

Zum Abschluss des Gesprächs wies sie mich darauf hin, dass es, für den Fall, dass ich noch einmal das Bedürfnis hätte mit ihr zu reden, doch besser sei  eine SMS zu schicken.  Sie sei schließlich grade in einer Vorlesung und eventuell fände der Prof es komisch wenn sie sie Vorlesung noch einmal Hals über Kopf verlassen würde, um zu telefonieren. Ich gebe zu ich war ein wenig perplex.

Ich persönlich würde nie auf die Idee kommen eine Vorlesung zu verlassen, um zu telefonieren. Ich verlasse Vorlesungen nur dann vorzeitig, wenn ich es beim besten Willen nicht mehr ertragen kann und auch dann versuche ich mich möglichst ungesehen davonzumachen. Klappt nicht immer!

Immer und überall erreichbar!

Doch die Australier treiben es noch weiter: 48% nutzen ihr Telefon auf der Toilette, 26% telefonieren während einer Hochzeit, wobei ungeklärt bleibt, ob es sich um die eigene Hochzeit handelt. In Bibliotheken telefonieren rund 27 % – darauf steht an der Uni Köln ganz sicher die Todesstrafe! Weitere 10 % telefonieren während eines Gottesdienstes (Fegefeuer mit anschließendem unbefristeten Aufenthalt in der Hölle garantiert) und, Achtung jetzt wird es wirklich fies, 6 % während Beerdigungen.  Da fehlen sogar mir die Worte!