8. Dezember 2008 in Chesters Diary von

Wie schon im letzten Jahr gab es auch dieses Jahr wieder den Sparhandy Weihnachtsmarkt. Die ganzen letzten Wochen haben alle, die dieses Großereignis organisiert haben (allen voran Jenny) geschuftet wie die Hauselfen um alles rechtzeitig fertigzustellen. Am Freitag war es dann so weit. Hier ging es den ganzen Tag zu wie im Welpenstall…. Ein ständiges Gewusel und Gerenne. Wie so häufig wurde mein Angebot zu helfen abgelehnt. Dabei hatte ich mich dazu bereiterklärt, vollkommen unentgeltlich auf die Bude mit den Bratwürsten und dem Grillhühnchen aufzupassen. Leider konnte ich es mir nicht verkneifen beim Anblick der Selbigen ein wenig zu sabbern… ich glaube das hat mein Frauchen auf den Trichter gebracht dass ich nicht als Grillmeister geeignet bin.  Dabei hätte es so schön werden können!

In der Verbannung

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Als es dann endlich losging und die ersten Gäste eintrafen wurde ich in den Kundenservice verbannt. Es ist ja nicht so, dass ich da nicht gerne bin, aber ich habe mich schon ein wenig ausgeschlossen gefühlt. Auch mein üblicher und in der Regel sehr ergiebiger Check der Mülleimer im Kundenservice fiel deprimierend aus. Alle Mülleimer waren doch tatsächlich LEER! Gemein, gemein, gemein. Schön und gut, ich habe meinem Unmut Luft gemacht, in dem ich mich vor der Tür positioniert habe und ein wenig geweint habe. Leider musste ich einmal mehr erleben, wie herzlos Menschen sein können. Nachdem ich einmal kurz Besuch von einem hinreißend kleinen Kind bekam, mit dem ich mir brüderlich einen Keks geteilt habe und mich habe streicheln lassen, und mein Frauchen mir in einem Anfall von schlechtem Gewissen ein Rinderohr spendiert hat, musste ich mich irgendwie alleine beschäftigen…

Chester&Baby

Ich habe mich also vor das Fenster gesetzt und das Treiben auf dem Weihnachtsmarkt beobachtet.  Alle scheinen Spaß gehabt zu haben, bis sie auf einmal anfingen, sich unter dem Pavillon zusammenzurotten- und das nur, weil es ein wenig anfing, zu regnen. Doch dann wurde der Regen immer stärker … und auf einmal: Ging das Licht aus und die Musik war auch weg.

Partybeobachtungen

Fein, dachte ich mir, die Party ist vorbei und ich kann auf dem Weg nach Hause vielleicht noch das ein oder andere Bratwürstchen abstauben. Doch falsch gedacht. Einige der Menschen fingen wild an in der Gegend herumzurennen und zu schimpfen. Nun gut, mir war das egal, denn in diesem Fall war ich wirklich vollkommen unschuldig.

Irgendwann, nach langer Zeit, kam die Musik wieder. Eigentlich schade, denn ich vernahm einige Menschenstimmen, die anfingen, Weihnachtslieder zu singen. Ich bin Kummer dererlei Art ja gewöhnt und habe mir angesichts dieses Geheules in die Pfoten gelacht. Mal ganz ehrlich- sogar Elwood kann schöner singen!
Nun war die Musik also wieder da. Doch da Licht, das blieb aus. Und irgendwie kam es, dass sich die Party in unsere Büroräumlichkeiten verlagerte.

So konnte ich folgende Dinge beobachten:

1)    Stromausfall macht keine gute Laune.
2)    Wenn Menschen zu viel von dem komisch riechenden Zeug trinken, kommt es irgendwann wieder ob raus. Wenn es soweit ist, muss man die Toilette aufsuchen. Hierbei scheint es nicht wichtig zu sein, ob man das WC trifft … die Wände rundherum tun es auch. Mein Frauchen hat mir im Nachhinein allerdings erzählt, dass sich so was ganz und gar nicht gehört. Wer auch immer das also getan hat: Schäm dich, jeder kleine Welpe weiß doch, dass man zum Kotzen vor die Tür geht.
3)    Unsere Schreibtische sind nicht stabil genug um sich draufzusetzen. Jennys Schreibtischbein wird jetzt von einer gelben Postkiste unterstützt…
4)    Manche Menschen können einem schwer auf die Nerven gehen wenn sie betrunken sind.
5)    Reinigungsfirmen, die das Büro am Wochenende nach einer solchen Feier aufräumen, sind schwer zu finden. Um so schöner, wenn es dann doch klappt – ein Dank an die Kölner Heinzelmännchen
6)    Wenn Frauchen sagt, dass Feierabend für kleine Hunde ist, ist es das auch!
7)    Manchmal haben Frauchen doch recht. War froh, als ich zu Hause war. Dass mein Frauchen dann noch mitten in der Nacht und zum siebenhundertachtzigsten Mal „Vom Winde verweht“ gucken musste, war mir schon fast egal. (Mal unter uns… wer ist eigentlich dieser Ashley?)

Alles in allem: Es war schön wie immer, ich hätte das gerne noch mal ohne Regen und mit Bratwürstchen für ALLE!

P.S Merksatz für heute:  IchdarfanWeihnachtsbäumennichtdasBeinheben IchdarfanWeihnachtsbäumennichtdasBeinheben IchdarfanWeihnachtsbäumennichtdasBeinheben IchdarfanWeihnachtsbäumennichtdasBeinheben IchdarfanWeihnachtsbäumennichtdasBeinheben