22. September 2010 in Hinter den Kulissen von

Inzwischen habe ich meine erste Lauf-Woche hinter mich gebracht. Morgen wird mich “Getrunning” dazu auffordern, nicht mehr nur eine Minute am Stück sondern sagenhafte 1,5 ( In Worten: Einskommafünf) Minuten am Stück zu laufen, gefolgt von jeweils 2 Gehminuten. Das Ganze wird dann sechs Mal wiederholt.

Das bisschen Wind…

Gestern hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass mein Puls sich nicht schon innerhalb der ersten 3 Durchläufe in ungeahnte Höhen beförderte. Nachdem ich die ersten drei Durchläufe absolviert hatte, hatte ich das Gefühl zu fliegen, so leicht war das Laufen. Gut, dass könnte unter Umständen auch daran liegen, dass ich im Moment bei meinen Eltern an der Nordsee bin und es verdammt windig, ja fast sogar stürmisch ist… und wenn man sich vom Sturm ein bisschen schieben lässt… naja…  Über den Rückweg ( mit Sturm von vorne) möchte ich übrigens nicht reden. Nie. Vielleicht nur so viel. “Gegensturm” ist für blutige Laufanfänger kein Spaß. Eine Mischung aus “Gegensturm” und wolkenbruchartigen Regenfällen hingegen ist einfach nur SCHEIßE!

Laufen mit Hund. Ein Riesenspaß- für den Hund

Sogar Chester fand die Rennerei im Regen nicht besonders nett. Ich habe seinen “Dianaaaaaa es reeeeeegnet das ist voll blööööööd, lass uns nach Hause gehen und ein Rinderohr essen” Blick allerdings tapfer ignoriert.

Und überhaupt. Das Laufen mit Hund ist schon eine spaßige Angelegenheit. Beim ersten Lauf war Chester offenbar so überrascht (Aaaahhh neeeee, die Alte kann ja RENNEN”), dass er brav neben mit hergelaufen ist.

Beim zweiten Mal hat er ausprobiert was passiert, wenn er mir beim Laufen zwischen die Beine rennt ( Kraaaaaaaaaaaaaaaaaass, jetzt wär sie fast hiiiiiiiingefallen, Altaaaaa, ich wußte das es nicht stabil ist auf zwei Beinen zu laufen”), an mir hochhopst (“kooooooommm schoooooon,laaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig…. wirf endlich einen Baaaaaaall”, “guuuuuuck maaaaaaaaaal, ich bin auuuuuuch da, mir ist laaaaaaangweilig”) oder einfach ein wenig stehen bleibt um zu schnüffeln und ein wenig Gras zu essen ( “Kraaaaaass jetzt ist sie weeeeeeeeeeeeeeeeeeg”).

Schau wie schnell ich bin…

Die Krönung des “Laufen mit einem Hund der einen Kasper gefrühstückt hat” Spektakels ist allerdings die ebenso lustige wie ( für deutlich langsamere Menschen) deprimierende ”zeigen wie schnell Hund ist ” Taktik.

Das Ganze funktioniert so.

Diana rennt ( oder “kriecht”, das ist Auslegungssache), Chester bleibt stehen und guckt Diana hinterher. Die dreht sich zwar kurz um um zu sehen was das Fellmonster jetzt wieder ausgefressen hat, ist dann aber zu beschäftigt  und läuft einfach weiter. Hund ist verwirrt, wenn nicht sogar ein wenig erbost, schließlich steht er sonst im Mittelpunkt der Spaziergänge.

Also bleibt er noch ein bisschen stehen. Dann wird er richtig sauer. Jetzt wird er es der alten (und noch dazu langsamen) Kuh aber zeigen.

Hund startet in 3 Millisekunden von 0 auf 100 und prescht in einem Affenzahn und mit vom Fahrtwind an den Kopf gedrückten Schlappohren los. Hinter der davonschleichenden Diana her, quer durch am Wegrand im Weg stehende Gebüsche, im Zickzack über den Weg  an Diana vorbei und noch 10 Meter ( in ca 0,5 Sekunden) weiter. Dann ( und das ist sehr wichtig) MITTEN AUF DEM WEG stehen bleiben, hecheln und Diana auslachen.

Die Alternative, der sogenannte “Chester-Duathlon”, kann man nicht beschreiben… Ihr könnt sie aber im folgenden Video sehen. Wichtig hierbei: Immer den sich bewegenden Punkt im Blick behalten, es handelt sich hierbei um… nun ja… seht selbst.

chesterduathlon