24. April 2009 in Chesters Diary von

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Am Dienstag hatte ich Anlass festzustellen, dass Menschen und Hunde sich über vollkommen unterschiedliche Dinge freuen und das kam so:

Endlich Futter- ich freue mich, Diana ist sauer

Morgens haben Diana und ich mit meinem Futterbeutel gespielt. Ich gebe zu, dass ich einen riesen Spaß am apportieren habe, manchmal wäre es mir aber lieber wenn ich direkt an das Futter im Beutel kommen würde und ihn nicht jedes Mal zu Diana schleppen müsste, damit sie mir eine viel zu kleine Menge Futter aus dem Beutel zuteilt. Am Dienstag war es dann endlich so weit. Wie durch Zauberhand ging der Reißverschluss des Futterbeutels auf (Diana behauptet, das Ding sei kaputt, ich hingegen bin der Meinung, dass es so genau richtig ist!) und ich konnte mich selbst bedienen. Anstatt diese Begeisterung mit mir zu teilen, ist Diana böse geworden … vollkommen unverständlich. Die nächsten 37 Male habe ich mir dann auch gut überlegt, ob ich den Beutel zu ihr bringe oder es lieber noch mal selbst versuche … Proportional zu meiner Freude stieg Diana schlechte Laune.

Glasregen: Diana ärgert sich, ich freue mich

Wieder zu Hause angekommen hat Diana aufgeräumt und dabei gleich zwei Gläser vom Tisch gefegt. Was für eine Freude… ein Regen aus glitzernden Glassplittern. Grade als ich meine Nase in das Geglitzer stecken wollte, pfeift Diana mich zur Seite teilt mir mit, dass es ein „beschissener Mist-Tag“ sei und sie gleich wieder ins Bett gehen würde. Tatsächlich hatte sie schon wieder schlechte Laune. Warum wirft sie denn mit Glas, wenn es erstens dazu führt, dass sie schlechte Laune bekommt und man zweitens nicht damit spielen darf???

Aufräumen: Ergebnis erfreut Menschen ich ärger mich

Ins Bett gegangen ist sie dann zwar nicht, aber weiter aufgeräumt hat sie. Meine Hundedecke wurde in die Waschmaschine gesteckt und dann hat sie ewig gestaubsaugt. Ich hasse aufräumen und noch mehr hasse ich es, wenn sie meine Sachen dann wäscht, wenn sie endlich wieder gut, und nicht mehr so aufdringlich sauber riechen. Dann das Schlimmste: staubsaugen … alle meine mühevoll in der Gegend verteilten Haare verschwinden in diesem schrecklich lauten Miniauto. Ich finde das jedes Mal wieder frustrierend. Diana hingegen sah nach getaner Arbeit sehr zufrieden aus.

Autofahren: unnötiges Theater

Mittags hat sie mich dann alleine gelassen. Nicht schlimm, ich habe ein Schläfchen gehalten und mir so meine Gedanken gemacht. Als Diana später wieder nach Hause kam, sah sie vollkommen fertig aus. Mitteilungsbedürftig, wie sie ist, hat sie mir erzählt, dass Autofahren unglaublich schwierig ist, sie nicht versteht, warum es nicht nur Automatikautos gibt und sie es „wahrscheinlich auch nach 145 Fahrstunden nicht schafft diesen dreckigen Mistführerschein zu machen“ … mal ganz ehrlich: man setzt sich in das Auto (Menschen vorne Hunde ungerechterweise (meistens) in den Kofferraum) dreht ein bisschen an dem Rad im vorderen Teil des Autos und dann fährt die Kiste einen da hin wo man hin will. So schwer ist das nun wirklich nicht … sie soll sich mal nicht so anstellen, ich würde mich ja auch anbieten zu fahren aber was das angeht werden Hunde einfach nicht ernst genommen…

Einen Tag später… Diana lässt mich schon wieder alleine, kommt wenige Stunden später nach Hause und hat auf einmal nur noch die Hälfte ihrer ursprünglichen Haarmenge auf dem Kopf…. Schrecklich sowas… ich würde weinen wenn man mir mein Fell klauen würde. Diana hingegen hat sich gefreut. Menschen sind SO KOMISCH!