25. Januar 2010 in Hinter den Kulissen von

tatort

Wir machen nicht nur Werbung im Fernsehen, viele von uns haben auch festgelegte Fernsehrituale denen sie sich allwöchentlich hingegen.

An erster Stelle steht hier ganz eindeutig der Tatort am Sonntagabend. Entweder in Gruppen oder allein, Tatort ist bei vielen einfach Pflicht.  Da gibt es die, die an sich zweifeln, wenn sie den Mörder nicht bis spätestens 21:05 ermittelt (böse Zungen würden sagen „erraten“) haben und die, die um 21:43 vor Überraschung vom Sofa kippen, weil doch nicht der Gärtner der Mörder war.  Ich verzichte an dieser Stelle darauf zu sagen, wer von uns zu welcher Gruppe gehört ;-)

Die ” ich habe lieber das perfekte Promi- Dinner geguckt Fraktion und das personifizierte Disko- Schlager Grauen

Und dann, dann ist da noch die kleine Gruppe derer die, oh, wie schaurig, KEINEN Tatort gucken.  Diese Kollegen werden vom Rest der Belegschaft selbstverständlich gemieden, mit Verachtung gestraft und gemobbt. Sie sind ausgeschlossen von den „ich-wusste-es-gleich“ Gesprächen am Montagmorgen und werden mit mitleidigem Kopfschütteln bedacht. Am schlimmsten jedoch sind die, die auf die Frage „ Und? Tatort war gut, oder?“ mit „also ich hab´das perfekte Promi Dinner geguckt“ antworten.

Ja, der Tatort spaltet Sparhandy, doch seit Neuestem ist es nicht nur der Tatort, der die Sparhandy-Fernsehgemeinde teilt, denn seit einigen Wochen gibt es das personifizierte Grauen, den Mini-Schwein-Besitzenden-Albtraum, den in weiße Hemden gewandeten Satan des Disko-Schlagers … es gibt, ich wage kaum es niederzuschreiben, DEN WENDLER … ( Fortsetzung zu diesem Thema folgt). Noch fehlen mir Kraft und Nerven mich zu diesem Thema zu äußern, kümmern wir uns also lieber weiter um den Tatort.

Der Tatort von gestern

Irgendwelche Anmerkungen zum Tatort von gestern? Ich fand ihn unterdurchschnittlich, auch wenn Sergej Moya so großartig psychopathisch war, dass ich tatsächlich einen Albtraum davon bekommen habe.

Den Mörder habe ich ( Schande über mein Haupt) nicht erraten/ ermittelt.

Was ich nicht verstanden habe: Warum wurde  Fabian erst so spät verhört???

Zum Schreien komisch fand ich hingegen die Wohnung und die Mutter von Fabian. Nicht nur die Küche, nein das ganze HAUS inkl. der Blumen, Teppiche und Bilder war weiß/ beige und natürlich war sie selbst ebenfalls ausschließlich weiß/ beige gekleidet. Gespeist wurde entweder Spargel (weiß) oder Reis (weiß).

Das einzig dunkle Bild im ganzen Haus hing neben der Zimmertür von Fabian, dessen Zimmer natürlich nicht weiß/beige war…wenn das nicht passend und gleichzeitig unglaublich plump war ;-)

Und, wird dieses “junger-Psychopath-der-so-großartig-gespielt-wird-dass-alle-anderen-blass-daneben-aussehen” – Ding jetzt Mode?

Nach Matthias Schweighöfer in “Weil wir böse sind” ( meiner Meinung nach einer der besten Tatorte der letzten Zeit)  jetzt also Sergej Moya.. netter Versuch, meiner Meinung nach leider nicht gelungen- trotz Albtraum.