10. März 2010 in Allgemein von

backflip

Ja, wir halten es in den Händen das Motorola Backflip auch wenn es längst längst längst noch nicht erschienen ist. Das freut das Handyherz :-)

Schluss mit Freuen, kommen wir zur Sache: Was auf den ersten Blick ins Auge fällt, ist die ungewöhnliche Anbringung der Tastatur, denn sie bildet in zugeklapptem Zustand die Rückseite des Geräts.

Ich muss zugeben, dass ich da gewisse Vorbehalte habe, denn die Gehäuserückseite ist immer die Stelle eines Handys, die am schnellsten verkratzt (Schlüssel und andere Dinge mit denen sich mein Handy den Platz in meiner Handtasche teilt, leisten da gute Dienste).

Das Geheimnis der Tastatur

Was um alles in der Welt bezweckt Motorola mit der rückwärtigen Anbringung der Tastatur? Soll das Backflip einfach nur anders sein als andere Smartphones? Sicher ist das ein Grund, nach kurzer Recherche habe ich allerdings herausgefunden, was Motorola mit dieser ungewöhnlichen Anbringung der Tastatur noch bezweckt.

Klappt man die Tastatur nach hinten, kann man das Backflip bequem aufladen, und trotzdem, ohne dass einem die Kabel in die Quere kommen, weiter mit dem Gerät arbeiten.

Alternativ kann man das Gerät auf diese Art auf den Tisch stellen und sich z.B Videos ansehen ohne dass das Gerät aus dem Gleichgewicht gerät.

Zu dicht sollte man das Backflip dann allerdings nicht vor sich stellen, denn dann ist der Blickwinkel zu steil und man sieht nichts. Wer diese Erklärung nicht verstanden hat, findet das Ganze noch mal im Video unter diesem Bericht (ab Minute  2:10) ;-)

Die Tastatur ist in geschlossenem Zustand übrigens nicht funktionstüchtig, sonst würde sie wohl auch zum echten Ärgernis werden.

backflip-seite

Das Touchpad alias Backtrack

Auf der Rückseite des Displays befindet sich ein Touchpad, das von Motorola als Backtrack bezeichnet wird. Logischerweise kann man Backtrack nur nutzen, wenn die Tastatur des Backflip ausgeklappt ist. Sicher keine schlechte Idee.

Man hält das Backlflip in den Händen, wobei automatisch der ein oder andere Finger auf der Rückseite des Displays und somit auf dem Backtrack zu liegen kommt. Man hat also eine Alternative zur Steuerung des Handys über den Touchscreen.

Da jedoch schon die Tastatur, in die übrigens auch die Android- Buttons integriert sind, als Alternative dient, finde ich die Backtrack- Geschichte zwar nett, mehr als eine Spielerei ist es aber wohl nicht.

Inbetriebnahme und Anwendungen- Motoblur als Highlight

Alles sehr einfach. Simkarte rein (Nein, diesesmal gab es keine Probleme beim Einlegen der Simkarte ;-) ), einschalten, Sprache und grundlegende Einstellungen festlegen, und dann… sollte man ein Motoblur Konto anlegen.

Für Nicht- Handy- Junkies: Motoblur ist die Bedienoberfläche und spezialisiert auf die  Synchronisation von Sozialen Netzwerken, Kontakten, Nachrichten und Kalendern.

Das Konto ist mit wenigen Eingaben aktiviert, danach richtet man Emailaccounts, die bevorzugten sozialen Netzwerke etc ein. Das ist recht schnell geschehen, der mit den jeweiligen Konten verzierte Startbildschirm sieht meiner Meinung nach etwas chaotisch und überladen aus.

Vor allem die ständig aufflackernden Twitter- News nerven nach mich wenigen Minuten. (Nach noch weniger Minuten ist diese App im Papierkorb verschwunden).

Echte Fans Sozialer Netzwerke werden mit der Motoblur allerdings ihre Freude haben! Bisher ist mir kein Smartphone untergekommen, das die Synchronisierung so einfach macht und das einen so zuverlässig auf die neusten Geschehnisse bei Twitter, Facebook und Co auf dem Laufenden hält.

Beim Durchzappen der einzelnen Apps fällt auf, dass der Touchscreen nicht ganz so flüssig reagiert wie z.B beim jüngest getesteten HTC Legend. Langsam ist er allerdings nicht, die Bedienung läuft flüssig, nur ist sie beim HTC Legend eben NOCH ein bisschen fixer gewesen.

Interssant für alle die Probleme mit der Bedienung haben: Auf der auf Seite links des Startbildschirms findet man eine Art Tutorial, das einen in die grundlegenden Anwendungen und die Bedienung des Backflips einweist.

Das Internet, das Backflip und der Streit ums Display

Das Backflip beherrscht  GPRS, EDGE, HSPA und WLAN. Die Nutzung des Internets solle also rund laufen. Und genau so ist es dann auch.

Leider kann das Backflip kein Flash. Da es mit der inzwischen nicht mehr aktuellen Android-Version 1.5 läuft, könnte dieses Manko bei einem Update behoben werden.

Zoomen kann man beim Backflip im Internet übrigens nicht mit der bewährten „Zwei-Finger-Wischtechnik“ sondern mit Hilfe von zwei kleinen virtuellen Zoomtasten. Gewöhnungsbedürftig, aber warum nicht.

Probleme gab es (sowohl bei mir, als auch bei meiner technisch versierteren Lieblingsprobandin Jenny) bei der Auffindbarkeit der Browserleiste. Die erscheint nämlich nicht einfach im Bild, wenn man auf der Website nach oben scrollt, sondern erst nach Aufrufen des Menüunterpunktes „Los“.

Sollten wir hier einen einfacheren Weg übersehen haben, schreibt uns bitte.

Ansonsten fällt spätestens bei der Nutzung des Internes auf, dass das Display mit 3,1 Zoll ein wenig klein ausgefallen ist.

Zum Vergleich: das HTC Legend hat eine Bildschirmdiagonale von 3,2 Zoll was nur wenige Millimeter mehr sind. Trotzdem wirkt das Display des Motorola Backflip deutlich kleiner. Mit dieser Meinung stehe ich allerdings ziemlich allein da. Jenny findet den Unterschied verschwindend gering und behauptet, dass ich mir den Unterschied nur einbilde ;-) .

Trotzdem. Ich bevorzuge größere Displays, 3,2 Zoll sind die ABSOLUTE Untergrenze ;-)

Die Kamera- alles was man braucht und nicht mehr

Die Bilder, die man mit der 5 Megapixelkamera des Backflip schießt, sind, grade bei guter Beleuchtung, vollkommen akzeptabel. Bei schlechteren Lichtverhältnissen hilft die eingebaute Fotoleuchte der ein wenig mehr Power allerdings gut getan hätte.

Die in die Tastatur integrierte Kamera erfüllt ihren Zweck übrigens auch bei Videotelefonaten, und kann, entgegen der im Internet kursierenden Gerüchte, auch Videos aufnehmen.

Die Auslösezeit ist, wie bei den meisten neueren Handysvganz in Ordnung, mehr allerdings nicht. Verschiedene Farbeinstellungen lassen Raum für Spielereien, der Weißabgleich kann automatisch erfolgen oder manuell an verschiedene Lichtverhältnisse angepasst werden, der Blitz kann ebenfalls manuell oder automatisch eingeschaltet werden. Mehr braucht eine Handykamera nicht.

Wichtig: Bevor man auch nur ein einziges Bild aufnehmen kann, muss man eine Speicherkarte einlegen!

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Fazit: Für Vielnutzer sozialer Netzwerke eine Überlegung wert

Die Oberfläche  des Backflip, Motoblur, wird vor allem Heavy-User Sozialer Netzwerke begeistern denn die Synchronisierung der Netzwerke ist ganz eindeutig ein Highlight des Motorola Backflip bzw. der Oberfläche Motoblur.

Weitere Hingucker sind die ungewöhnlich platzierte Tastatur und das auf der Displayrückseite angebrachte Touchpad.

Wenn man von diesen Dingen absieht, bleibt das Motorola Backflip ein solides Android-Smartphone, das wenig Anlass zum Meckern gibt,aktuell aber leider nur in der 1.5er Version verfügbar ist. Ein Update ist jedoch sicher nur eine Frage der Zeit.