12. März 2010 in Allgemein von

Die Ortung von Personen über das  Handy ist ja nun wirklich ein alter Hut. Die Japaner haben den alten Hut jedoch ein wenig aufgepeppt, um nicht zu sagen, dem Hut die Krone aufgesetzt.

Der japanische Mobilfunkkonzern KDDI hat ein System entworfen, das mit Hilfe der in vielen Handys verbauten Bewegungssensoren, nicht nur Personen orten kann, nein, es kann sogar ausfindig machen, was die ausspionierte Person grade so treibt, ob sie sitzt, steht, ein Nickerchen im Hundebett hält oder den Boden schrubbt.

Laut Auskunft des Konzerns sollen Unternehmen und Arbeitsagenturen die Zielgruppe sein, die das System zur Effizienzsteigerung (!!!!) nutzen können. Die Arbeit von Angestellten soll mithilfe dieses Systems analysiert werden um Arbeitsabläufe kostengünstiger gestalten zu könne.

Auch Menschen, die nicht in Büros sondern außerhalb arbeiten, wie zum Beispiel Sicherheitsleute oder Putzkräfte, sollen mit diesem System überwacht werden.

Immerhin gab KDDI zu, dass dieses System nicht unbedingt förderlich für die Privatsphäre der überwachten Personen ist und es deswegen zu gewissen Problemen kommen könne … Na DAS nenne ich doch mal einsichtig.

Trotzdem dieser Einsicht verkündet das Unternehmen, dass diese Monströsität eher ein fürsorgliches und bemutterndes System sei. Mit anderen Worten: Das System erkennt, wenn ich ein heimliches Schläfchen halte und veranlasst, dass man mir eine Decke reicht, damit ich nicht friere?

Manche Erfindungen sind wirklich unheimlich.

Quelle