21. Mai 2010 in Chesters Diary von

Ich bin berühmt. Ich bin ein Star. Ein V.I.P V.I.D. Horden von kreischenden Menschen-Welpen-Mädchen liegen mir zu Pfoten, kreischen und schreien, dass es eine Freude ist.

Endlich hat die Welt erkannt, dass ich ein anbetungswürdiger Hund bin, dem verdientermaßen alle Herzen (und Stimmbänder) zufliegen. Ich bin großartig, wunderschön und toll!

Dieser Erkenntnis kam mir gestern, als Diana mit mir im Mediapark, der eigentlich nicht unbedingt mein Lieblingspark ist, spazieren gegangen ist.

Kaum haben wir den Park betreten, habe ich sie gehört, die geschätzt 150 kreischenden Mädchen, die offenbar kurz vor der Ohnmacht standen. Ich habe so getan, als sei ein solcher Aufstand für mich vollkommen alltäglich, habe ein wenig stärker als sonst mit dem Hinterteil gewackelt und bin meines Weges gezogen.

Jetzt gehe ich gleich shoppen und kaufe mir Brillant-Halsbänder, hermelinbesetzte Mäntel, eine Sonnenbrille, ein Hundebett aus Seide, lasse meine Krallen maniküren und mein rosa Gummiferkel vergolden.

Danach übe ich meine Unterschrift, um für Autogrammanfragen gerüstet zu sein.Vielleicht müssen wir unsere Poststelle in eine Messehalle verlegen, damit die ganze Fanpost Platz hat… Vielleicht darf Diana mein Manager sein. Aber nur wenn Sie mir endlich mehr Futter gibt.

Sicher werden bald auch die Hündinnen Schlange vor meiner Haustür stehen und vielleicht erhört auch Elwood endlich meine Liebesschwüre, wenn ich erst reich bin und mich nur noch von Rinderfilet ernähre ( roh! NICHT durchgebraten).

Die Welt steht mir offen. Ich bin ein Star. Ich bin sexy. Ich bin schön. Ich bin wunderschön. Ich bin ein Glanzpunkt der Schöpfung.  Ich bin schlau. Ich bin großartig. Ich bin ein Phänomen. Ich bin plüschig und einmalig… Ich bin ein HUNDEGOTT.

Anmerkung des Korrektors: Überlassen wir Chester einfach seinem Höhenflug. ICH werde ihm auf jeden Fall NICHT sagen, dass Justin Bieber gestern bei 1Live im Mediapark war und die präpubertären Hormonschübe der Mädels verursacht hat.


Wenn man ehrlich ist, waren es auch gar nicht so viele Mädchen, aber dass so wenig Menschen SO einen Lärm machen können und Töne ausstoßen können bei denen sich einem die Ohren nach innen klappen, war mir neu.


Ein solches Gekreische habe ich schon lange nicht mehr gehört… zurück im Büro habe ich mal gegoogelt wer eigentlich dieser Justin Bieber ist ;-)