Skip to main content

Internetanschlüsse qualifizieren sich vor allem durch die Geschwindigkeit, mit der Daten übertragen werden. Wenn Sie einen DSL-Vertrag abschließen, ist die angegebene Geschwindigkeit des Providers also wahrscheinlich das, worauf Sie besonders viel Wert legen. Nicht selten ist es jedoch der Fall, dass Kunden im Nachhinein mit der Geschwindigkeit ihres Anschlusses unzufrieden sind, weil der tatsächliche Wert meist deutlich unter dem angegebenen liegt. Grund dafür ist die Angabe „bis zu“, die im DSL-Vertrag oft überlesen wird.

Diese „bis zu“ Angabe gibt es nahezu bei jedem Tarif, da es sich meist um theoretische Maximalwerte handelt. Das bedeutet also, dass dieser Tarif unter perfekten Umständen eine bestimmte Geschwindigkeit erreichen kann. Ein DSL-Vertrag verspricht zum Beispiel „bis zu“ 400 Mbit/s. Aus technischen Gründen kann die versprochene Bandbreite des Internetanschlusses jedoch kaum erreicht werden. Einige Anbieter nutzen hier die Angabe „maximal“ statt „bis zu“. Das mag zwar verständlicher sein, bedeutet aber im Grunde das gleiche.


Ursachen für Leistungsverluste bei der Geschwindigkeit

Grundsätzlich handelt es sich bei den angegebenen Bandbreiten um absolute Obergrenzen des Anschlusses, Leistungsverluste sind jedoch auch auf andere Ursachen zurückzuführen. Die Ursprünge hierfür liegen meist in der genutzten Übertragungstechnik. Zum einen kann die Beschaffenheit der Leitungen, wie etwa die Abschirmung, Grund für den Verlust sein. Zum anderen kann auch die Länge des Kupferkabels die Geschwindigkeit der Datenübertragung verringern. Hinzu kommt, dass mehrere Nutzer sich beim Internet über das Kabelnetz eine Leitung teilen und der Anschluss somit überlastet ist.

Gaming bei hoher DSL-Leistung


Das können Sie bei zu niedriger Bandbreite tun

Bei Internetanschlüssen sind Leistungsverluste normal und müssen von Kunden bis zu einem gewissen Maß angenommen werden. Jedoch gibt es auch hier Grenzen. Eine Bandbreite, die 60 bis 70 Prozent unter dem Maximalwert liegt, muss nicht akzeptiert werden. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Interanschluss nicht die Geschwindigkeit erreicht, die in Ihrem DSL-Vertrag steht, können Sie dies online mithilfe eines Speedtests prüfen. Dieser misst die tatsächlichen Geschwindigkeiten von Upload, Download und gibt auch den Ping-Wert an.

Tipp: Achten Sie darauf, regelmäßig Speedtests durchzuführen und die Ergebnisse zu dokumentieren. So können Sie über einen längeren Zeitraum feststellen, ob die Geschwindigkeit dauerhaft unter der Angabe des Providers liegt. Bei konstanten Leistungsverlusten sollten Sie sich mit diesen Ergebnissen an Ihren Anbieter wenden.

Ihre Rechte beim DSL-Vertrag

Die „bis zu“ Angabe ist kein absoluter Freifahrtschein für Internetanbieter. Zwar muss den Kunden nicht immer die im DSL-Vertrag feststehende Bandbreite zur Verfügung stehen, jedoch sollte sie diesen Wert nicht wesentlich unterschreiten. Unter bestimmten Umständen haben Sie das Recht, Ihren Provider um eine Nachbesserung Ihres Tarifs zu bitten. Das ist dann der Fall, wenn Sie einen dauerhaften Leistungsverlust mit entsprechenden Werten nachweisen können und dieser nicht auf veraltete Geräte zurückzuführen ist.
Sollte der Provider Ihrer Forderung nicht nachkommen, können Sie den Vertrag kündigen oder notfalls rechtliche Mittel in Anspruch nehmen. Häufig ist eine Nachbesserung aus technischen Gründen nicht möglich, jedoch könnte es sein, dass der Anbieter Ihnen ein neues Angebot unterbreitet und einen anderen Tarif vorschlägt.

Ende 2016 wurde vom deutschen Bundestag ein Gesetz zur Förderung der Transparenz auf dem Telekommunikationsmarkt verabschiedet. Demnach sind Internetanbieter verpflichtet, detaillierter über die Geschwindigkeiten in DSL-Verträgen zu informieren, um Kunden nicht zu benachteiligen. So sollen in Zukunft neben der maximalen Geschwindigkeit auch minimale und durchschnittliche Werte angegeben werden.

Unser Fazit

Das Wörtchen „bis zu“ ist rechtlich stark eingegrenzt, weshalb der Verbraucher durchaus eine gewisse Sicherheit dar. Insbesondere in Städten wird trotzdem meist die volle Geschwindigkeit erreicht. Prüfen Sie jetzt die Verfügbarkeit für Ihre Gegend und finden Sie heraus, welche Geschwindigkeit bei Ihnen erreicht werden kann.

> DSL-Verfügbarkeit jetzt prüfen <

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertung(en) 5,00 von 5 Sternen)
Loading...
Wie kann ich einen DSL-Vertrag kündigen?

Weiterlesen: Wann kann ich einen DSL-Vertrag kündigen?

Wie kündige ich einen DSL-Vertrag? Gibt es Kündigungsfristen? Und welche Sonderkündigungsrechte habe ich? Alles dazu im Ratgeber von Sparhandy.

Mehr zur Kündigung erfahren >

Wie viel DSL-Datenvolumen  habe ich?

Weiterlesen: Wie viel DSL-Datenvolumen brauche ich?

Welche Aktivität braucht wie viel Datenvolumen und was brauche ich etwa in einem Monat für meine Internet-Verbindung? Alles zu diesem Thema finden Sie hier.

Mehr zum Datenvolumen erfahren >

Was bedeutet eine Zwangstrennung?

Weiterlesen: Was bedeutet eine Zwangstrennung?

Zwangstrennung – Was!? Der Begriff klingt gefährlich, ist aber quasi Alltag. Was Sie darüber wissen müssen und wie man so etwas verhindert, lesen Sie im Ratgeber.

Mehr zur Zwangstrennung erfahren >