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Eine Zwangstrennung ist die kurzzeitige Trennung eines Internetzugangs. Sie wird von Seiten des Providers, also des Internetanbieters, initiiert. Sie erfolgt meistens dann, wenn die bestehende Internetverbindung nicht genutzt wird – also dann, wenn während eines festgelegten Zeitraums kein Datenverkehr erfolgt – oder zu einem bestimmten, festgelegten Zeitpunkt. Nach der DSL Zwangstrennung wird dem Anschluss eine neue IP-Adresse zugewiesen.


Gründe für die Zwangstrennung

Die DSL Zwangstrennung erfolgt aus verschiedenen Gründen. Einerseits verfügen Internetanbieter nur über eine begrenzte Anzahl an IP-Adressen. Aus diesem Grund möchten Anbieter verhindern, dass Adressen für Verbindungen verschwendet werden, die gar nicht genutzt werden. Andererseits wird durch die Zwangstrennung von Seiten des Providers der private Betrieb eines Servers erschwert:

Mit der Trennung erhält der Internetanschluss eine neue IP-Adresse und ist somit nicht immer unter der gleichen Adresse zu erreichen. Das verhindert den Betrieb eines eigenen Servers, der stets zu erreichen ist. Um dieses Problem zu umgehen, gibt es verschiedene Dienste, die dem Internetanschluss über Umwege eine statische Adresse zuweisen. Trotzdem bleibt der Server aufgrund der abreißenden Verbindungen kurzzeitig unerreichbar.

Ein weiterer Grund für die Zwangstrennung kann das Billing des Providers bei Tarifen, die nach genutzter Datenmenge abgerechnet werden, darstellen. Von einigen Systemen wird zu diesem Zweck der Datenverkehr zwischen dem Beginn und dem Ende der Verbindung erfasst. Bei modernen Systemen ist diese Trennung allerdings nicht mehr nötig. Außerdem sind Tarife, die nach Volumen abrechnen, im Festnetzbereich heute nur noch eine Seltenheit.


Zwangstrennung in Deutschland: Dann wird sie vorgenommen

Eine Zwangstrennung ist in Deutschland nicht in allen Fällen relevant. So wird sie zum Beispiel nur bei DSL Anbietern vorgenommen. Bei Anbietern von Kabel-Internet gibt es kein vergleichbares Verfahren. Im SOHO-Bereich wird die DSL Zwangstrennung von den deutschen Anbietern meist nur noch bei Analog- und ISDN-Anschlüssen vorgenommen. Die Trennung der Verbindung erfolgt meist alle 24 Stunden. Viele Anbieter verzichten bei moderneren Datenanschlüssen mittlerweile auf die Zwangstrennung. Das liegt unter anderem daran, dass davon auch der Telefondienst des Anschlusses betroffen wäre. Bei Breitbandanschlüssen über das TV-Kabelnetz werden meistens statische IP-Adressen vergeben. Eine Trennung bringt dem Provider in diesem Fall keinen Vorteil – daher wird sie nicht vorgenommen.

Wann wird eine DSL-Zwangstrennung vorgenommen

So umgehen Sie die Zwangstrennung

Bei Internetverträgen ohne Flatrate lässt sich die Zwangstrennung grundsätzlich nicht verhindern. Allerdings können Softwarelösungen und Router die Trennung erkennen und sich automatisch direkt wieder einwählen. Bei den heute üblichen Internetverträgen mit unbegrenztem Datenvolumen wird die Trennung nicht mehr benötigt und kann in den meisten Fällen deaktiviert werden.

DSL Zwangstrennung deaktivieren oder Zeitpunkt verschieben

Wenn Sie einen Internetvertrag mit unbegrenztem Datenvolumen haben, können Sie die Trennung deaktivieren. Andernfalls können Sie auch den Zeitpunkt der DSL Zwangstrennung verschieben.

Gehen Sie so vor:

  1. Öffnen Sie in Ihrem Browser die Benutzeroberfläche Ihrer Fritzbox.
  2. Je nach Einstellungen müssen Sie hier Ihr Router-Passwort eingeben, das beim ersten Start der Box festgelegt wird.
  3. Klicken Sie in der linken Spalte auf Internet und anschließend auf den Punkt Zugangsdaten.
  4. Gehen Sie zum Abschnitt Verbindungseinstellungen und klicken Sie auf Verbindungseinstellungen ändern.
  5. Wählen Sie Dauerhaft halten (empfohlen für Flatrate-Tarife) unter dem Punkt Internetverbindung. So sollte die Zwangstrennung deaktiviert werden.
  6. Entfernen Sie das Häkchen bei Zwangstrennung durch den Anbieter verschieben.
  7. Klicken Sie abschließend auf Übernehmen. So werden Ihre Einstellungen gespeichert.

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