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Auch in den Hochschulen Deutschlands krempelt die digitale Transformation so langsam den studentischen Alltag um. Tafeln werden durch SMART Boards ersetzt, Skripte werden digital hochgeladen, Webinare helfen beim Nacharbeiten, Gruppen-Präsentationen werden simultan bei Google Drive bearbeitet – seitdem sich die „always-on“ Mentalität auch in den deutschen Hörsälen durchgesetzt hat, sieht man anstatt Stift und Papier immer mehr leuchtende Bildschirme in den Hörsälen. Ob das Tablet zum nächsten nie leer werdenden College Block mutiert oder nur ein kurzer Trend bleibt – darüber haben wir uns in diesem Beitrag Gedanken gemacht und hier für Dich zusammengetragen.


Studieren mit Tablet – eine gute Idee?

Tablets sind klein, handlich und praktisch um schnell auf digitale Inhalte zuzugreifen. Kein Wunder also, dass viele Studierende heutzutage nicht mehr den Laptop mit in die Uni schleppen, sondern lieber ein Tablet. Doch ist das wirklich eine gute Idee? Oder sollte man doch besser zum altbewährten Stift und Papier greifen? Im Video sind Franz und das Technikfaultier genau dieser Frage nachgegangen:

Tablet anstatt Stift & Papier? Zeitsparend und besonders effizient!

Ob Mitschreiben, Scannen, Materialien direkt herunterladen und teilen oder Lernen – Mit dem richtigen Zubehör und den richtigen Apps kann man sich ganz schön viel Zeit und Stress im Studium sparen. Beispielsweise überträgt der S Pen von Samsung deine Handschrift 1:1 auf’s Tablet wodurch Du Dir direkt auf dem Script Notizen machen kannst. Mit den passenden Apps rechnet Dein Tablet außerdem direkt für Dich mit, digitalisiert Deine Notizen automatisch oder vervollständigt sogar Formeln. Der S Pen ist beim Samsung Galaxy Tab S3 oder dem Samsung Galaxy Tab S4 inklusive und macht beide Tablets zu den perfekten Begleitern im Studium. Du schreibst lieber per Tastatur mit? Kein Problem, denn beide Samsung Tablets können mit einer Tastatur erweitert werden und verwandeln sich so zum optimalen Notebook-Ersatz.

Tablets sind Neuland für dich?

Damit das Tablet der optimale Begleiter für die Uni wird, sollte man sich vorher bewusst machen welche Tablet Features im eigenen Uni-Alltag am meisten gefragt sind. Im Beitrag -Tablets für die Uni- klären wir auf welche Features welchen Zweck erfüllen, worauf es beim idealen Uni-Tablet ankommt und welches Zubehör den Unialltag erleichtert.

Teste Dich: Bist du fit für’s digitale Studium?

Bist du fit für's digitale Studium?

Wie lernen Studenten heute?

80%

der Studenten wünschen sich digitale Medien zu den Kursen

90%

der Kurse beinhalten bereits digitale Elemente

Das digitale Studium eröffnet dem zuvor analogen Universitätsstudium neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Die Nutzung des Internets hat den großen Vorteil, dass verschieden Medien wie Videos, Audio-Dateien und Texte gleichzeitig den Lernprozess unterstützen können. Selbst interaktive Elemente wie Umfragen, kleine Übungen und digitale Test können problemlos eingebunden werden und dabei helfen, neue Inhalte zu vermitteln und abzufragen. Diese Mischung von visuellen, auditiven und interaktiven Elementen spricht verschiedene Lerntypen an und ist damit für viele Studierende effizienter als das reine Lesen von wissenschaftlichen Texten.

Viele Hochschulen nutzen die online Methoden als Ergänzungen zu den Veranstaltungen des Präsenzstudiums, genannt wird diese Kombination aus klassischem Unterricht und digitalem Studium Blended Learning.

Uni Apps – die du Dir nicht entgehen lassen solltest!

Apps bestimmen unseren Alltag! Termine setzen, Wetter abchecken und Bahnverbindungen heraussuchen, ein Leben ohne die nützlichen kleinen Anwendungen kann man sich kaum noch vorstellen. Auch für Studierende gibt es eine Vielzahl an praktischen, spannenden und lustigen Apps, die nützliche Helfer in der Uni sind! Ob organisieren, mitschreiben, Mindmaps erstellen, PDFs editieren, mit Kommilitonen zusammenarbeiten, Vokabeln oder Mathe lernen. Im Beitrag „Uni Apps – Praktische Helfer fürs Studium“ erfährst Du welche Apps Deinen Studienalltag erleichtern!

E-Learning

Die meisten Universitäten und Hochschulen bieten inzwischen digitale Lernplattformen an auf denen Vorlesungs-Skripte sowie zusätzliche Lernmaterialien hochgeladen werden. Jeder Student und jede Studentin kann sich dort standortunabhängig alle Inhalte herunterladen. Diese Basisfunktion des digitalen Austausches zwischen Dozierenden und Studierenden ist die Mindestanforderung an eine solche Lernplattform. Manche Plattformen haben darüber hinaus noch weitere nützliche Features. Hier werden beispielsweise richtige Lektionen angelegt, digitale Übungen abgehalten und Abstimmungstools eingebunden. Selbst kleine E-Prüfung zur Wissensstandabfrage können auf den Plattformen durchgeführt werden.

Digitale Lernelemente

Vorlesungen sind neben Seminaren das Kernstück von Präsenzstudiengängen. In einem reinen Online- Studium ist es schon längst Gang und Gäbe, dass die Studierenden einen digitalen Zugriff auf die Inhalte der Vorlesungen haben. Aber auch in herkömmlichen Hochschulen findet man immer häufiger Live-Streams oder Video-Mitschnitte von Vorlesungen, die entweder für einen gewissen Zeitraum oder unbegrenzt online einsehbar sind. Selbst für unterwegs gibt es Vorlesungs-Podcasts, die sich problemlos auf das Smartphone laden und im Auto oder der Bahn anhören lassen. Andere digitalisierte Lernelemente sind beispielsweise Self-Assessment-Tests, Simulationen oder aber Lernspiele.

Digital im Hörsaal

Neben Methoden und Techniken zur Verbesserung des eigenständigen Lernprozess gehören zum digitalen Studium natürlich auch der Einsatz von Medien in Seminaren, Vorlesungen oder Übungen. PowerPoint-Präsentationen bestimmen schon lange den universitären Alltag, seit einiger Zeit spielen aber auch sogenannte Audience Response Systeme (ARS) eine Rolle im Vorlesungssaal. Die ARS ermöglichen nämlich eine interaktive Kommunikation zwischen Dozierenden und Zuhörerschaft beispielsweise über ein Funknetz in das sich das Publikum per Smartphone oder Laptop einwählen kann. Mithilfe eines ARS können dann in Echtzeit Umfragen durchgeführt oder Textfragen gestellt werden.

Im Chat: Lohnt sich ein Uni Tablet?

Schau mal, ich habe mir das Samsung Galaxy Tab S4 für die Uni gekauft!

Samsung Galaxy Tab S4 LTE black Front-Backansicht

Oh, wow. Aber wozu brauchst du das?

Damit ich in der Vorlesung digital mitschreiben kann. Das ist deutlich angenehmer als auf Papier. Und ich brauche nichts weiter mitzunehmen als das Tablet.

Das Gerät war aber sicher teuer, oder?

Das lohnt sich sehr! Stell dir vor: Ich spare sehr viel Papier, tu’ der Umwelt etwas Gutes und muss weniger tragen. Das ist eine echte Gewichtsersparnis.

Allerdings kann man mit der Hand wesentlich schneller schreiben und genauer zeichnen. Und wenn Du Unterlagen bekommst, hast Du die doch sowieso ausgedruckt.

Das ist wahr, aber die könnte ich auch einscannen. Vorlesungsfolien sind in den meisten Fällen online, sodass ich sie direkt in meine Aufzeichnungen einbinden kann. Dadurch kann ich im Endeffekt strukturierter lernen.

Ich habe mal in einer Studie gelesen, dass Du dir den Lernstoff besser einprägst, wenn Du ihn per Hand aufschreibst. Außerdem ist man in der Vorlesung nicht abgelenkt von Push-Mitteilungen oder Spielen auf dem Tablet. Das würde mich zumindest sehr stören…

Das ist Sache von Selbstbeherrschung :-) Ich kann die Spiele ja auch nutzen, um nach der Vorlesung abzuschalten. Überhaupt sind die Apps aus meiner Sicht eher ein Vorteil! So kann ich zum Beispiel in Gruppenarbeiten mit anderen Studenten zusammenarbeiten oder ihnen Präsentationen direkt auf dem Tablet abspielen. Die integrierten Kameras helfen mit zudem, schnell Aufnahmen zu machen, falls der Prof etwas Wichtiges zeigt.

Das stimmt allerdings. Dann hoffe ich mal, dass sich diese Vorteile bei dir im Studium auch auszahlen ;-P

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Dieser digitale Schnickschnack… Brauchen wir ihn wirklich?


„Education Technology“ oder „Blended Learning“ – es soll hip klingen und Spaß machen, das digitale Gesicht der eingestaubten Universitäten. Statt voller Aktenordner gibt es heute nur Nullen und Einsen. Was ursprünglich in die Schultasche gehörte, speichern moderne Studenten auf dem Tablet ab. Im Audimax hört man statt intensiv schreibenden Stiften nur noch das Rauschen dieser Allzweck-Geräte. Doch wer will das schon, das digitale Leben? Vergessen wir den technischen Fortschritt! Mit Stift und Papier hat es sich schon immer besser geschrieben...

Wie ein Ortsfremder läuft er durch den Hörsaal, sein Tablet in der Hand, in der anderen ein Kabel. In seinem Gesicht erkennt man eine gewisse Dringlichkeit. Der Akku hat mal wieder den Geist aufgegeben und Steckdosen gibt es an der Uni nur an ganz bestimmten Plätzen. Welches Ärgernis! Der in Verruf gekommene Collegeblock kennt solche Probleme nicht. Und überhaupt: Er braucht keine Updates, kein WLAN, keine teuren Lederhüllen, um zu überleben. Er ist stets betriebsbereit, zumindest bis die 80 karierten A4-Blätter beschrieben und in den entsprechenden Ordnern abgeheftet sind. Apropos: Ordner hat ein Tablet auch. Nur sind die Ordner der digitalen Nutztiere nicht mit einem Griff in die Tasche gefunden. Stattdessen muss der moderne Student die uferlosen Weiten seiner Cloud durchforsten, um an den richtigen Speicherort zu kommen. Seine Dokumente sind dank des Online-Dienstes überall abrufbar. Doch wenn die Server nicht mitspielen, hört auch für den „Digital Native“ der Spaß auf. Die so gern beschworene Freiheit – im Netz ist er gefangen wie eine Fliege.

Seine Gedanken tippt der moderne Student in die Laptop-Tastatur hinein. Alternativ kritzelt er mit einem Apple Pencil auf die Scheibe seines Tablets. Selbst der größte technische Fortschritt scheint sich auf Altbewährtes zu besinnen. Dabei ist es wie so oft: Wer das Original kopiert, macht es nicht besser. Features wie der gelochte Seitenrand und Falttechniken wie den Papierflieger sucht man beim iPad vergebens…

Stattdessen muss man sich erst ein technoides Fachwissen aneignen, um das digitale Wirrwarr der Schreibapp zu verstehen. Da wird schon das Zeichnen eines einfachen Kreises zur Mammutaufgabe. „Education Technology“ und „Blended Learning“ – für Retro-Fetischisten sind das nur seelenlose Buzzwords. Auf das digitale Brimborium lässt sich einfach verzichten. Wer braucht den technischen Fortschritt schon?

Digitale Zukunft an Hochschulen

Bisher variieren Umfang und Qualität des Online-Studiums noch von Universität zu Universität. Während manche deutsche Hochschulen schon vermehrt auf digitale Lern- und Lehrtools setzen, halten sich andere Unis immer noch an das klassische Präsenzstudium mit Vorlesungen und Büchern zum Selbststudium. Wir haben uns mit einem Experten über die Zukunft des digitalen Lernens unterhalten. Marcus Ventzke ist Privatdozent und Geschäftsführer des Instituts für digitales Lernen. Im Interview berichtet er über die Lage an deutschen Hochschulen sowie über Potentiale und Entwicklungschancen digitaler Technologien im Lernumfeld.


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