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Sprachsteuerung und Sprachassistent gehören heutzutage zum digitalen Leben einfach dazu. Nicht nur unterwegs auf dem Smartphone ist die Sprachsteuerung eine hilfreiche Funktion, wenn Sie gerade keine freie Hand zur Verfügung haben.

Auch spielt in den eigenen vier Wänden – durch zunehmende Technisierung – so mancher Sprachassistent eine tragende Rolle. Immer mehr Haushalte werden smart. Das bedeutet, der intelligente persönliche Assistent steuert auf Zuruf Funktionen im Haushalt, wie beispielsweise die Regulation von Wärmezufuhr oder Licht.

Diese Entwicklung haben die Hersteller von Produkten zur Sprachsteuerung erkannt – immer mehr Sprachassistenten sind auch auf dem deutschen Markt erhältlich. Hier geben wir Ihnen einen guten Überblick über die verschiedenen persönlichen Assistenten zur Sprachsteuerung.

Sprachsteuerung auf Smartphone, Computer und Lautsprecher

Der Sprachassistent bildet eine virtuelle Schnittstelle zwischen Nutzer und System. Durch eine Software, die im Stande ist Sprache zu erkennen und diese ebenso zu übersetzen, können Befehle ausgeführt, Fragen beantwortet und Interaktionen durchgeführt werden.

Mittlerweile finden Sie eine Sprachsteuerung nicht mehr nur auf dem Smartphone, sondern auch Lautsprecher, Tablets und Smart-TVs sind mit einer solchen Software ausgestattet und stehen zur Interaktion mit ihren Nutzern bereit.

Die Software ist äußerst komplex und arbeitet mit Spracherkennungs- und Parsingalgorithmen. Sogenannte Parser zerlegen das eingehende Sprachsignal und bringen dieses in ein entsprechendes Format, um dieses auf die Weiterverarbeitung vorzubereiten. Die Analyse der Sprachbefehle läuft über konzerneigne Server.

Vereinfacht gesagt: Die Parser der Software zur Sprachsteuerung ziehen logische Schlussfolgerungen aus der Spracheingabe, übersetzen diese und sorgen dafür, das gewünschte Aktionen durchgeführt werden.

Möchten Sie beispielsweise, dass Ihr Sprachassistent eine bestimmte Information im Internet sucht, dann deutet und übersetzt der Parser Ihren Befehl so, dass das System diesen versteht und weiterverarbeiten kann, bis Sie schließlich die gewünschten Informationen erhalten.

Möchten Sie die Sprachsteuerung auf Ihrem Endgerät erstmalig nutzen, so müssen Sie meist keine Installation starten, da der jeweilige Sprachassistent meist vorinstalliert ist. Dies ist jedenfalls bei den großen Anbietern auf dem Markt – Alexa (Amazon), Siri (Apple), Cortana (Microsoft) und Ok Google (Google Now und Google Assistant) der Fall. Für die Nutzung von Alexa müssen Sie jedoch die Amazon Echo App auf Ihr Smartphone laden.

Was Sie jedoch zur Nutzung vom Sprachassistent benötigen, ist eine laufende Internetverbindung. Ist die Sprachsteuerung in den Einstellungen des Geräts aktiviert, dann können Sie auch schon loslegen. Zunächst machen Sie sich mit Ihrem persönlichen Assistenten vertraut. Hierzu nimmt dieser Stimmproben von Ihnen, um sich Ihre Aussprache und die Klangfarbe Ihrer Stimme einzuprägen. Nach einiger Zeit der intensiven Nutzung sollte der Sprachassistent nur noch auf Ihre Stimme hören und eine versehentliche Sprachsteuerung durch andere Personen sollte die Ausnahme sein.

Aktivieren können Sie Ihren Sprachassistenten durch Zuruf eines bestimmten Befehls. Hier einen Überblick zur Aktivierung:

  • Siri: „Hey Siri“
  • Google Now und Google Assistant: „Ok Google“
  • Cortana: „Hey Cortana“
  • Alexa: „Alexa“
  • S Voice: „Hallo Galaxy“

Markt und Möglichkeiten der Sprachsteuerung

Nach Aktivierung können Sie Ihre gewünschten Befehle und Fragen einfach per Sprachsteuerung eingeben. Ob Sie sich nun Ihre Mails vorlesen, Termine verwalten, Weckzeiten speichern oder ändern, Musik wiedergeben oder eine bestimmte Person anrufen lassen – Ihr Sprachassistent bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten der Nutzung.

Welches nun der beste Sprachassistent auf dem Markt ist oder welche Sprachsteuerung sich für Ihre Nutzungsanforderungen am besten eignet, sollten Sie für sich selbst entscheiden. Von den Verkaufszahlen und der Erfahrung in Sachen Sprachassistenten sind die drei großen Softwarekonzerne Microsoft, Apple und Google zu nennen.
Diese Konzerne beherrschen zurzeit den Markt der Sprachassistenten, da entsprechende

Software seit geraumer Zeit auch in Betriebssysteme von Desktop-PCs integriert wurde.

Vorreiter und Trendsetter in Deutschland ist momentan jedoch Amazon Alexa. Der intelligente Lautsprecher bietet neben allgemeinen Funktionen die Möglichkeit, Smarthomes zu steuern. Auch können Sie mit Amazon Alexa per Zuruf direkt über Amazon Prime einkaufen.

Selbstverständlich will die Konkurrenz Amazon nicht ungefragt das Feld der Steuerung von Smarthomes via Sprachassistent überlassen. Bis Sommer 2017 will Google in Deutschland ebenfalls seinen sprachfähigen Lautsprecher, Google Home, anbieten.

Apple will mit dem HomePod nachziehen, der allerdings erst 2018 auf den deutschen Markt kommen wird.

Wenn es um Smartphones geht, ist ein großer Konzern mit seiner Sprachsteuerung noch nicht in Erscheinung getreten: Gemeint ist Samsung. Der Sprachassistent Bixby Voice ist die Ablöse von S Voice auf dem Samsung Galaxy S8 und S8+.

Allerdings ist die Spracherkennung von Bixby Voice bis dato ebenfalls noch nicht in deutscher Sprache verfügbar – dies wird erst Ende 2017 der Fall sein. Bis es so weit ist, müssen Nutzer der Geräte aus dem Hause Samsung mit S Voice vorlieb nehmen, oder den Sprachassistent der Konkurrenz nutzen.


Infografik: Nutzung von Sprachassistenten in Deutschland | Statista© Statista

Laut einer Umfrage unter deutschen Internetnutzern ab 16 Jahren hat etwa die Hälfte der Befragten schon einmal eine Sprachsteuerung genutzt oder nutzt diese aktuell.

Infografik: Anwendungsbereiche von digitalen Sprachassistenten | Statista© Statista

Am häufigsten wird der Sprachassistent zum Anrufen von Kontakten, zur Steuerung von Navigationssystemen oder zum Suchen von Informationen verwendet.

Die Nutzerzahlen sollen in den nächsten Jahren, weltweit gesehen, deutlich ansteigen. Nutzen im Jahr 2017 rund 710 Millionen Menschen eine Sprachsteuerung, so soll sich die Zahl der Nutzer bereits im Jahr 2019 verdoppelt haben – mit steigender Tendenz. Wie Sie sehen, wird der Sprachassistent weltweit immer beliebter und eine Technik mit Zukunft, die der Nutzer nicht mehr missen möchte.

Vergleich: das kann die Sprachsteuerung des jeweiligen Anbieters

Egal ob Siri, Cortana, Alexa, S Voice oder Ok Google – alle Sprachassistenten haben eines gemeinsam: ab Werk handelt es sich genau genommen um Sprachassistentinnen. Denn programmiert wurden Frauenstimmen, die uns als intelligenter Sprachassistent zur Verfügung stehen. Doch warum ist das eigentlich so? Erklärungsansätze gibt es viele, was die Entwickler letztlich dazu bewegt hat, ist jedoch nie wirklich offen kommuniziert worden. Doch wahrscheinlich ist die Antwort mehr als simpel.

Vermutlich liegen der Wahl einer weiblichen Stimme rein pragmatische oder psychologische Beweggründe zugrunde. Geht es um die Akustik, so sind weibliche Stimmen in einer lauteren Umgebung besser zu verstehen, als männliche Stimmen. Dies hat vor allem im Straßenverkehr oder in lauten Umgebungen unterwegs den Vorteil, dass der Sprachassistent besser verstanden werden kann.

Die Universität von Indiana kam in einer Studie zu dem Ergebnis, dass sowohl Männer als auch Frauen weibliche Stimmen bevorzugen. Der Grund: Diese klingen wärmer und angenehmer.

Diese Aussage deckt sich auch mit einer Umfrage, die zusammen von Statista und Norstat durchgeführt wurde.
Auch hier sprechen sich sowohl der Großteil der Männer als auch der Frauen für eine weibliche Stimme für einen Sprachassistenten aus. Da Kunden beider Geschlechter eine Frauenstimme bevorzugen, haben die Konzerne wohl mitgezogen.

Dennoch können Sie bei so manchem Sprachassistent die Stimme nachträglich ändern und sich wahlweise eine männliche, weibliche oder Computerstimme zulegen.


Sprachassistent Siri

Der wohl bekannteste Sprachassistent ist Siri aus dem Hause Apple. Erstmals mit iPhone 4s kam Siri im Jahre 2011 zu Nutzern in die Hosentasche, um Sprachbefehle zu befolgen, Informationen zu geben oder Interaktionen zu ermöglichen. Seit 2016 ist Siri auch auf dem Mac verfügbar.

Siri ist ab Werk auf dem Gerät installiert und kann auf verschiedenen Wegen gestartet werden. Entweder Sie drücken das Mikrofon-Symbol, die Hometaste oder – ab dem iPhone 7 – durch Sprachsteuerung mittels „Hey Siri“.

Siri kann Termine verwalten, Notizen machen, Anrufe tätigen, Weckeinstellungen vornehmen, SMS und Mails vorlesen, Musik abspielen, Navigieren und noch vieles mehr. Je weiterentwickelter das Betriebssystem des jeweiligen Apple-Geräts ist, desto weitreichendere Funktionen weist Siri auf. Auch sind viele Apps mittlerweile mit Siri kompatibel und können so komfortabel genutzt werden.

Hier finden Sie einen umfangreichen Artikel zu Siri und den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Mehr zu Siri erfahren >

Google Assistant

Google Assistant ist, ebenso wie Google Now, ein Sprachassistent aus dem Hause Google. Mit dem neuen Google Sprachassistent sollen jedoch höhere Ziele realisiert werden. Mit Google Assistant soll es möglich sein, die Konversation unendlich fortzusetzen. Das bedeutet, der intelligente Sprachassistent verliert während einer Unterhaltung nicht den Kontext und kann immer wieder auf das Thema antworten, ohne dass Sie die Ausgansfrage neu formulieren müssen. Diese hohe Form der künstlichen Intelligenz soll Google Now künftig komplett ablösen.

Bereits seit Mai 2016 steht der Google Sprachassistent Nutzern von Google Pixel Smartphones zur Verfügung. Das Rollout in Deutschland für Android Smartphones läuft aber stetig voran, sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind. So muss das Betriebssystem mindestens unter Android 6.0 „Marshmallow“ laufen, auf dem Smartphone genügend Arbeitsspeicher und Speicherplatz vorhanden sowie eine bestimmte Bildschirmauflösung gegeben sein. Momentan können Sie den Assistenten jedoch nur nutzen, sofern Sie die Systemsprache auf Englisch umstellen.

Je öfter Sie den Google Sprachassistent nutzen, desto besser lernt dieser Sie kennen und passt sich nach und nach Ihren Interessen an. Durch die gute Vernetzung mit anderen Apps, wie Google Kalender, Google Maps, und Fotos, kann der Google Sprachassistent Ihnen auch hier weiterhelfen. So können Sie Termine verwalten, Erinnerungen erstellen, navigieren, sich Fotos anzeigen lassen und noch vieles mehr.

Auf lange Sicht möchte Google mit der Sprachsteuerung jedoch auch die Interaktion mit anderen technischen Geräten vereinfachen. Mit Google Home wird Ihr Zuhause smart und Sie können technische Geräte via Sprachsteuerung bedienen. So ist der Google Sprachassistent eine echte Konkurrenz zu Alexa von Amazon. Doch nicht nur Smarthomes können künftig bequem durch den Google Sprachassistent gesteuert werden – auch Autos stehen im Fokus. Künftig möchte Google die Schnittstellen seines Assistenten auch für Drittanbieter öffnen. Die Vernetzung und die Möglichkeiten, die in Google Assistant stecken werden definitiv zunehmen.

Google Now

Google Now ist, wie der Name bereits vermuten lässt, eine Entwicklung aus dem Hause Google aus dem Jahr 2012. Als Erweiterung zum bereits bestehenden Dienst Google Search stellte dieser virtuelle Assistent seinen Nutzern situationsbedingte Informationen bereit.

Anders als konkurrierende Sprachsteuerungen ist Google Now nicht plattformspezifisch. Das bedeutet, Sie können den Sprachassistent sowohl auf Android als auch unter iOS nutzen. Seit dem Jahr 2014 kann Google Now auch mit Chrome, dem hauseigenen Browser, genutzt werden.

Der Sprachassistent ist im Google Now Launcher bereits implementiert und lässt sich benutzerdefiniert einrichten. Hier können Sie Angaben zu Ihren Interessen, wie Lieblingssportmannschaften, Ihren bevorzugten Verkehrsmitteln, Schauspielern, Sportlern oder Musikern eintragen. Tragen Sie Ihren Wohnsitz und die Adresse Ihrer Arbeit ein, so sucht Google Now die schnellste Verkehrsanbindung, sagt Ihnen die Zeit, die Sie bis Nachhause benötigen, voraus oder gibt Ihnen Informationen zur aktuellen Verkehrslage. Auch schlägt Ihnen die App interessante Orte in der Umgebung vor, aktuelle Kinopläne oder Restaurants. Je besser Google Now Sie kennt, desto besser kann er Ihnen situationsbedingt nützliche Informationen zukommen lassen.

Haben Sie die Funktion in den Einstellungen aktiviert, so starten Sie die Sprachsteuerung mit dem Sprachbefehl „Ok Google“. Der Sprachassistent muss in Zukunft jedoch seinem großen Bruder, Google Assistant weichen und wird von diesem abgelöst.

Samsung Sprachassistent

Der erste eigene Sprachassistent aus dem Hause Samsung ist Bixby, welcher erstmals auf dem Samsung Galaxy S8 und S8+ installiert war. Allerdings in Deutschland vorerst in einer abgespeckten Version, denn die deutsche Spracherkennung kommt erst Ende 2017 raus.

Dennoch ist der neue Samsung Sprachassistent eine Bereicherung für die Nutzer. Bis dato konnten diese neben Google Now nur S Voice nutzen, ein vorinstalliertes Spracherkennungsprogramm speziell für Samsung-Geräte. Der Nachteil dieser App: Die Software konnte nur einfache Fragen beantworten und bestimmte Anweisungen erledigen. Sonderlich intuitiv war S Voice nicht, da Fragen mit einem anderen Wortlaut nicht beantwortet werden konnten.

Der Funktionsumfang des neuen, virtuellen Assistenten Bixby beruht auf vier Hauptsäulen:

  • Voice (Sprechen)
  • Vision (Sehen)
  • Reminder (Erinnern)
  • Home (Empfehlen)

Die Funktionen unter Home ähneln denen von Google Now. Hier finden Sie beispielsweise Informationen zum Wetter, einen Terminplaner, aktuelle Neuigkeiten, Verkehrsinformationen oder Apps.

Die Funktionen unter Vision bieten eine Bild- und Texterkennung. Die funktioniert über die Kamera des Smartphones. Hierzu müssen Sie die Kamera nur über oder auf die Objekte halten, von denen Sie Informationen möchten. Bei einem Produktetikett bekommen Sie die Möglichkeiten zum Kauf aufgezeigt, bei einer Sehenswürdigkeit erhalten Sie wertvolle Informationen.

Die dritte Säule bildet die Reminder-Funktion. Hier erinnert Sie der Samsung Sprachassistent über anstehende Termine oder Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Die Voice-Funktion, also die eigentliche Sprachsteuerung, wird in deutscher Sprache noch nachgereicht. Hier müssen Sie sich also noch ein wenig gedulden. Aber Bixby soll sehr lernfähig sein und viele Funktionen bieten, auch in der Steuerung von Smarthomes, die die Konkurrenz nicht bedienen kann. Wir dürfen gespannt sein.

Amazon Alexa

Amazon Alexa ist der neueste Sprachassistent auf dem Markt. Bei Alexa handelt es sich um die hauseigene Sprachsteuerung von Amazon, die seit 2016 in zwei Geräten erworben werden kann: Dem Lautsprecher Amazon Echo sowie dem kleinen Bruder, dem Amazon Echo dot. Zur Steuerung benötigen Sie die Amazon Echo App, die Sie sich kostenlos für Android und iOS downloaden können.

Den Amazon Echo Lautsprecher richten Sie Zuhause in Ihrem WLAN-Netzwerk ein und können diesen nach erfolgreicher Einrichtung und Installation, mit dem Sprachbefehl „Alexa“ aufwecken. Alternativ können Sie auch „Echo“, „Amazon“ oder „Computer“ als Befehl auswählen.

Der große Vorteil im Gegensatz zu anderen Sprachassistenten: Amazon Echo erkennt Sprachbefehle selbst aus größerer Distanz und der Nutzer kann via Sprachassistent direkt online bei Amazon shoppen. Konzipiert wurde der Sprachassistent für die Steuerung von Smarthomes sowie zum Ausführen von Standartfunktionen.

Hierzu gehören beispielsweise das Abspielen von Musik, Hörbüchern oder Nachrichten, das Erstellen von Einkaufslisten, Terminverwaltung, Kalenderfunktionen sowie das Erstellen von Notizen und Erinnerungen. Der Amazon Sprachassistent unterstützt jedoch keine Kommunikationsdienste – Telefonate oder Mails können nicht geführt oder verarbeitet werden.

Der Sprachassistent von Amazon ist in der Lage, Ihr Zuhause smart zu machen. Das bedeutet, Sie können mit dem Gerät via Sprachsteuerung das Licht dimmen, Heizungen an- und ausschalten, Küchengeräte an- und ausschalten oder Jalousien schließen – vorausgesetzt alle Smart Home Geräte sind mit der Amazon Sprachsteuerung kompatibel.

Cortana Windows 10

Cortana ist der Sprachassistent von Microsoft. Seit 2014 ist die Sprachsteuerung auf Windows-Phones installiert. Unter Windows 10 zog der Sprachassistent auch auf deutsche Desktop-Computer und Laptops. Steuern lässt sich die Windows Sprachsteuerung durch einen Klick auf das Mikrofon-Symbol oder durch den Sprachbefehl „Hey Cortana“. Damit diese Funktion auch auf dem PC funktioniert, benötigen Sie hier ein Mikrofon. Alternativ können Sie Ihre Fragen auch über das Suchfeld in der Taskleiste von Windows 10 eingeben.

Wie die Zukunft dieser Sprachsteuerung auf Windows-Phones aussieht, ist aufgrund des schlechten Absatzes ungewiss. Im Betriebssystem soll Cortana jedoch verankert bleiben.
Die Besonderheit am Sprachassistent Cortana ist dessen Lernfähigkeit. Je besser der virtuelle Assistent seinen Nutzer kennt, desto weitreichender sind die Funktionen, Erinnerungen und Informationen, die Sie erhalten werden.

Mit den Basisfunktionen von Microsoft Cortana unter Windows 10 können Sie beispielsweise Notizen und Aufgaben erstellen, Erinnerungen speichern, Musik anhören, Informationen von anderen Programmen tracken lassen oder Termine eintragen und verwalten.


Sprachsteuerung und Sprachassistent – kluge Alltagshilfen

Eine Sprachsteuerung ist nicht nur sinnvoll und nützlich, um Erledigungen im Alltag schneller durchzuführen, unterwegs und nebenbei Termine und Erinnerungen zu speichern oder Kontakte zu kontaktieren – für Menschen mit Handicap ersetzen Sprachassistenten oftmals Augen und Hände zugleich. Durch eine Sprachsteuerung erlangen diese Menschen so ein Stück weit Unabhängigkeit im Alltag zurück, um Aufgaben selbst zu meistern und nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Die Idee der Sprachsteuerung: Überall dort, wo eine manuelle Eingabe oder der Augenkontakt mit dem Gerät unmöglich ist, wie beim Autofahren, soll der Sprachassistent mit seinem Funktionsumfang helfen und Aufgaben für den Nutzer erfüllen. Hieraus ergibt sich auch die Wichtigkeit von Sprachsteuerungen für Blinde oder für Menschen mit Handicap.

Welcher Sprachassistent nun für Menschen mit Handicap besonders empfehlenswert ist, entscheidet sich meist individuell. Für das smarte Zuhause eignen sich generell sowohl der Amazon Sprachassistent Alexa als auch der Google Assistant mit Google Home. In Deutschland müssen Nutzer sich noch gedulden, ehe sie den HomePod von Apple oder die deutsche Version vom Google Sprachassistent nutzen können. Hier dürfen wir gespannt sein, ob diese Sprachassistenten ebenfalls eine große Hilfe für Blinde oder körperlich beeinträchtigte Menschen darstellen. Neben den Lautsprechern liefert aber auch Siri, sowohl auf dem iPhone als auch in Sachen Smarthomes, eine solide Performance.

Sprachsteuerung als Hilfsmittel für Blinde

Blinde Menschen möchten genauso wie sehende Menschen mit Ihrem Smartphone interagieren, soziale Netzwerke nutzen, Termine und Erinnerungen speichern, News verfolgen oder Nachrichten an Freunde und Familie schreiben. Ohne fremde Hilfe ist dies aber nicht wirklich möglich. Aus diesem Grund bieten Sprachassistenten diesen Personen die Möglichkeit der Teilhabe am sozialen Geschehen.

Waren früher noch diverse Programme von Nöten, um Bildschirminhalte für Blinde „lesbar“ zu machen, übernehmen diese Aufgaben heute Sprachassistenten. Der Vorreiter in Sachen Barrierefreiheit für blinde Nutzer ist Apple. Mit dem iPhone und dem Sprachassistent Siri erhalten Blinde eine wertvolle und barrierefreie digitale Unterstützung im Alltag.

Sprachsteuerung als Hilfsmittel für Blinde

Siri hilft hier bei der Farberkennung, liest Dokumente oder Webseiten vor, navigiert zu einem Ziel, speichert Termine und erinnert den Nutzer, nennt die Uhrzeit oder Temperaturen und ermöglicht die Bedienung von diversen Apps. Kurzum: Der Sprachassistent Siri hilft und unterstützt im digitalen Alltag.

Möchten Sie mehr über die Sprachbefehle und Funktionen von Siri erfahren, dann geht es hier zu unserer umfangreichen Sammlung von Fragen und Siri-Befehlen. Diese ist auch als kostenloser PDF-Download verfügbar.

Sprachsteuerung in Smarthomes – Steuerung per Sprachassistent

Das Smart Home ist das „intelligente Heim“. Hier sind Geräte miteinander vernetzt und können via Sprachsteuerung oder Smartphone, auch von unterwegs, gesteuert werden. Bei den Geräten handelt es sich sowohl um Haushalts- als auch im Multimediageräte – in Smarthomes können Sie vom Fernseher über das Thermostat bis hin zur Mikrowelle alle Geräte zentral steuern. Als Fernbedienung der Smart Home Geräte fungiert unterwegs und Zuhause das Smartphone oder Tablet – aber auch per Sprachsteuerung ist eine Bedienung von Smarthomes möglich.

Durch die Technik und die vernetzten Geräte in Smarthomes gestalten Sie den Alltag und die Abläufe nicht nur komfortabel, sondern Sie schonen gleichzeitig auch Umwelt und Sparkonto. Schalten Sie die Heizung ab, wenn Sie das Haus verlassen und schalten diese erst wieder an, kurz bevor Sie eintreffen. Nicht benötigte Smart Home Geräte können unterwegs abgeschaltet werden und die Frage nach „Hab ich den Backofen ausgemacht?“ stellt sich Nutzern von Smarthomes gar nicht erst.

Sprachsteuerung in Smarthomes

Auch in punkto Sicherheit und Überwachung bieten Smart Home Geräte ein gutes Gefühl. So können Sie sich unterwegs anzeigen lassen, ob während dem Urlaub Tür- oder Fensterkontakte stattgefunden haben oder die Kinder sicher Zuhause angekommen sind. Ebenso können Feuermelder, Rauchmelder, Kameras, Wassersensoren oder Bewegungsmelder in Smarthomes vernetzt werden und ihren Status stets an Sie weitergeben.

Möchten Sie Smart Home Geräte mit Sprachsteuerung steuern, so eignen sich in Deutschland derzeit besonders Lautsprecher, wie der Sprachassistent von Amazon sowie Google Home in englischer Version. Doch auch Siri kann hier gute Dienste erweisen.

Die kostenlose Applikation IFTTT (If this then that) hilft bei der automatischen Steuerung von Smart Home Geräten. So können Sie einen Auslöser mit einer Funktion verknüpfen, die dann automatisch und ohne Sprachsteuerung gesteuert wird. Beispielsweise verknüpfen Sie Ihren Smart TV mit der intelligenten Beleuchtung. Schalten Sie diese aus, so schaltet sich auch der Fernseher ab. Auch können Sie mit der App festlegen, dass die Heizung angeschaltet wird, wenn Sie sich Ihrem Zuhause nähern. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig.

Sprachassistent und Datenschutz: ist eine Sprachsteuerung ein Sicherheitsrisiko?

Die Vorteile von einem Sprachassistenten überwiegen auf den ersten Blick. Doch wie sieht es eigentlich mit dem Datenschutz sowie der Datensicherheit aus? Immerhin hat der Sprachassistent viele Informationen und personenbezogene Daten vom Nutzer gespeichert, um mit diesen zu arbeiten. Auch hören die Sprachassistenten jederzeit mit, um auf Zuruf mit Ihnen zu interagieren – dies birgt selbstverständlich Sicherheitsrisiken.

Diese „permanente Überwachung“ durch den Sprachassistent kann gefährlich werden, wenn Sie sensible Informationen, wie Passwörter, PIN-Nummern oder Nutzernamen versehentlich laut aussprechen. Diese Informationen werden dann auf den Servern der Hersteller gespeichert. So kann es passieren, dass Hacker sich Zugriff verschaffen – und hin ist die Datensicherheit. Datenschützer kritisieren hierbei vor allem die mangelnde Transparenz über den Umgang mit Daten bei den verschiedenen Anbietern.

Sowohl Siri als auch Alexa sollen laut Hersteller mitgehörte Daten nach einer Zeit überschreiben und aufgenommene Daten, die nichts mit der eigentlichen Nutzung des Sprachassistenten zu tun haben, gar nicht erst speichern. Aber eine Kontrolle durch den Nutzer ist hier nicht möglich. Anders soll es bei Google laufen. Hier werden zwar ebenso Unmengen an Daten gesammelt. Machen Sie sich jedoch Sorgen um die Datensicherheit sowie den Datenschutz, so können Sie sich die gesammelten Daten anzeigen lassen und gegebenenfalls manuell löschen.

Ob Sie sich letztendlich für oder gegen einen Sprachassistenten entscheiden, um in Sachen Datenschutz und Datensicherheit keine unerwünschten Informationen preiszugeben, oder ob Ihnen die Arbeitserleichterung im Alltag einen möglichen Datenklau wert ist – diese Entscheidung sollte jeder Nutzer für sich selbst treffen.

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