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Wenn der Akku mal wieder leer ist, wird das Smartphone für gewöhnlich mit Ladekabel an eine Stromquelle angeschlossen. Doch nicht immer ist das Kabel direkt auffindbar oder griffbereit. Hier ist Wireless Charging eine bequeme und besonders nützliche Alternative, denn das Smartphone wird völlig kabellos geladen. So musst du dir über Kabelsalate oder Wackelkontakte keine Sorgen mehr machen. In diesem Artikel erfährst du, wie kabelloses Laden funktioniert, was du dazu benötigst und welche Möglichkeiten die innovative Technologie sonst noch bietet.


Was ist Wireless Charging?

Wireless Charging (auf Deutsch „kabelloses Laden“) ist eine innovative Technologie, um Smartphones aufzuladen, ohne diese über ein Ladekabel an die Stromversorgung anschließen zu müssen. Der wahrscheinlich größte Vorteil liegt darin, dass du dank Wireless Charging nicht mehr auf ein Ladekabel angewiesen bist. Das Smartphone muss lediglich auf eine entsprechende Station aufgelegt werden und beginnt sofort zu laden.

Besonders praktisch ist dabei, dass auch unterschiedliche Handys mit ein und derselben Ladestation aufgeladen werden können, weil die Hersteller von einem einheitlichen Standard Gebrauch machen.

Da das Smartphone zum Laden nicht mehr eingesteckt werden muss, entfällt auch der natürliche Verschleiß an Smartphone und Ladekabel.

Wireless Charging: die Vorteile im Überblick

  • Kabelloses Laden durch Auflegen
  • Praktisch und einfach zu nutzen
  • Kein Verschleiß an Handy und Kabel
  • Ein  Standard für verschiedenste Smartphones

Drahtlose Energieübertragung mit Qi-Standard

Grundsätzlich gibt es verschiedene Technologien zur drahtlosen Energieübertragung, bei kleineren Geräten ist Qi (chinesisch für „Lebensenergie“) jedoch der am weitesten verbreitete Standard. Hinter dem Übertragungsstandard steckt das Wireless Power Consortium (WPC) – ein Zusammenschluss verschiedener Hersteller, darunter zum Beispiel Samsung, Sony und Apple.

Der Qi-Standard wurde zwar bereits im Jahr 2008 ins Leben gerufen, erschien in Deutschland aber erst deutlich später auf der Bildfläche. Das 2012 veröffentlichte Samsung Galaxy S III konnte erstmalig mit Qi nachgerüstet werden und auch in Nokia Handys wie dem Lumia 820 und 920 wurde das Feature im gleichen Jahr fest integriert. Größere Bekanntheit erlangte die Technologie vor allem im Jahr 2015 durch eine neue und innovative Produktlinie des Möbelherstellers IKEA. Diese beinhaltete unter anderem Lampen, Tische und Arbeitsleuchten mit Qi-Technik. Seitdem ist Wireless Charging für jeden ein relevantes Thema, der ein modernes Smartphone besitzt.

Mit dem iPhone 8 und dem iPhone X waren im Jahr 2017 auch die ersten Smartphones aus dem Hause Apple Qi-kompatibel. Laut WPC wird der Standard inzwischen von mehr als 1.000 verschiedenen Geräten unterstützt.

Was benötigt man für Wireless Charging?

Um dein Smartphone kabellos zu laden, ist es zunächst wichtig, dass dieses mit der Qi-Technik ausgestattet ist. Darüber hinaus benötigst du lediglich eine entsprechende Ladestation, auf die du das Handy während des Ladevorgangs legst. Da Hersteller eine gängige Technologie in den Smartphones und Ladestationen verbauen, sind alle Geräte untereinander kompatibel. Das bedeutet, dass ein iPhone auch mit dem Ladepad eines Android-Herstellers aufgeladen werden kann. Dabei gilt es nur zu beachten, dass Charger mit verschiedenen Leistungen erhältlich sind: Üblich sind dabei Charger mit 5W, 7,5W sowie 15W.

So funktioniert Wireless Charging

Wireless Charging mittels Qi-Standard basiert grundsätzlich auf dem Prinzip der Induktion.

Nicht erst bei Smartphones kommt die Technologie zum Einsatz, denn auch elektrische Zahnbürsten werden auf diese Weise aufgeladen.

In der Ladestation ist eine Spule verbaut, durch die Wechselstrom fließt, so dass ein Magnetfeld entsteht. Auch in dem Handy befindet sich eine vergleichbare Spule.

Sobald diese durch Auflegen des Smartphones in das Magnetfeld des Chargers kommt, fließt der Strom auch durch die Spule des Handys und wird in Gleichstrom umgewandelt. Dieser fließt direkt in den Akku und schon wird das Gerät geladen.

Außerdem geht von der Ladestation – dem Sender – regelmäßig ein Signal aus, das erkennt, ob sich ein zu ladendes Smartphone auf der Station befindet. In dem Fall würde das Handy – der Empfänger – ein entsprechendes Signal zurücksenden. So kann der Charger auch feststellen, ob das Handy weiterhin Strom benötigt oder bereits vollständig geladen ist.

Was ist Wireless Reverse Charging?

Heutzutage lassen sich immer mehr moderne Smartphones kabellos aufladen. Darüber hinaus gibt es inzwischen auch eine Steigerung zum klassischen kabellosen Laden: das sogenannte Wireless Reverse Charging. Damit ist es möglich, mit dem eigenen Smartphone ein anderes Smartphone kabellos zu laden. Die Funktionsweise des induktiven Ladens bleibt gleich, allerdings dient dabei das eigene Smartphone als Akku, sodass keine separate Ladestation benötigt wird.

Diese Funktion ist vor allem dann praktisch, wenn weder ein Ladekabel noch eine induktive Ladestation in der Nähe sind – dafür aber ein Smartphone als „Spender“. Da heutzutage fast jeder das Handy griffbereit hat, ist es überaus sinnvoll, Smartphones mit Wireless Reverse Charging auszurüsten. Besitzt dein Smartphone die nützliche Funktion, kannst du Freunden mit einem leeren Akku schnell und einfach weiterhelfen.

Wireless Reverse Charging beim Huawei Mate 20 Pro

Wireless-Reverse-Charging mit dem Huawei Mate 20 ProIn Sachen Reverse Charging ist der koreanische Hersteller Huawei schon seit vielen Jahren fortschrittlich unterwegs. Bereits ältere Geräte unterstützten das sogenannte Wired Reverse Charging – also das gegenseitige Laden mit einem Kabel. Als erster Hersteller überhaupt bietet Huawei nun auch ein Smartphone mit Wireless-Reverse-Charging-Funktion an.

Das Huawei Mate 20 Pro ist das erste Handy auf dem Markt, das über diese technische Innovation verfügt. Für dieses Feature hat Huawei das Smartphone mit einem leistungsstarken Akku ausgestattet, der über eine Kapazität von 4.200 mAh verfügt. So können andere Geräte geladen werden, ohne dass der Akku des Mate 20 Pro frühzeitig schlapp macht.

Von Werk aus ist die Wireless-Reverse-Charging-Funktion nicht voreingestellt, deswegen muss diese zunächst in den Einstellungen manuell aktiviert werden. Sobald das passiert ist, können andere Geräte, die den Qi-Standard unterstützen, bequem mit dem Huawei Mate 20 Pro aufgeladen werden. Dazu müssen lediglich die Rückseiten der Geräte aneinander gehalten werden und schon wird das Mate 20 Pro zum Charger.

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Zukunftsausblick für Wireless Charging: Wohin geht der Trend?

Das kabellose Laden ist ein Trend, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut und auch in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Durch Wireless Charging sparst du dir den Kabelsalat verschiedener Ladekabel und musst dir auch keine Sorgen mehr machen, das Kabel zuhause vergessen zu haben. Außerdem sind nicht mehr nur die mobilen Endgeräte selbst mit der Technologie ausgestattet – auch die Umgebung passt sich an den Trend an.

So gibt es bereits in einigen Filialen von Starbucks oder McDonalds entsprechende Ladepads, die in Tische integriert sind. Auch für Möbelhersteller ist Wireless Charging eine Chance, ihre Produkte noch besser auf Nutzer abzustimmen. So gibt es inzwischen Ladeschalen, Beistelltische oder Lampen mit kabelloser Aufladefunktion für Smartphones. Beim Kauf eines Neuwagens gibt es außerdem die Möglichkeit, Qi-Ladestationen in der Mittelkonsole oder entsprechende Halterungen zu buchen, um Handys während der Fahrt zu laden.

Trotzdem ist beim Wireless Charging noch viel Luft nach oben: Insbesondere die zu langen Ladezeiten sind für Smartphone-Nutzer ein Problem. Die Technologie ist zwar praktisch, lädt das Smartphone jedoch nicht so schnell wie ein herkömmliches Ladekabel. Somit muss das Handy sehr lange auf der Ladestation liegen und lässt sich währenddessen nicht bequem nutzen.

In Zukunft sollen Effektivität und Zuverlässigkeit jedoch weiter optimiert werden, damit das Laden noch schneller vonstattengeht. Denkbar wäre es außerdem, die Reichweite der Ladestationen so zu vergrößern, dass das Smartphone nicht mehr direkt darauf abgelegt werden muss. Auf diese Weise wäre es möglich, Geräte zu laden, sobald sie sich in der Nähe der Ladestation befinden.