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Ein defektes iPhone ist wohl die Horrorvorstellung eines jeden Apple-Nutzers. Allerdings sind die modernen iPhone-Modelle inzwischen so robust gebaut und technisch ausgeklügelt, dass die Geräte kaum kaputt zu kriegen sind. Macht dein iPhone Probleme oder hat kleinere Macken, muss das nicht gleich heißen, dass es defekt ist. Trotzdem können mit der Zeit einzelne Teile des iPhones abnutzen oder kaputtgehen, sodass das Smartphone nicht mehr einwandfrei funktioniert. Oft hilft dann nur noch eine Reparatur beim Profi oder der Kauf eines neuen Smartphones. In einigen Fällen gibt es aber auch Maßnahmen, mit deren Hilfe du dein iPhone selbst wieder in Ordnung bekommen kannst. Wir erklären dir, wie du mit verschiedenen Schäden umgehst und was du im Zweifel selbst richten kannst.

iPhone-Display kaputt: Reparatur des Glases

Eine Sekunde der Unachtsamkeit und das Smartphone fällt auf den Boden – je nach Fallhöhe kann das iPhone-Display hierbei Risse bekommen. Zwar können die neueren iPhone-Modelle einen Sturz aufgrund ihrer Verarbeitung ohne Schaden verkraften, trotzdem zählt das defekte Display zu den häufigsten Schäden an einem Smartphone. Ist das Display-Glas kaputt, handelt es sich in der Regel nicht nur um einen Schönheitsfehler: Du kannst die Inhalte schlechter erkennen und in manchen Fällen wird auch die Bedienung erschwert.

  • Display reparieren lassen
  • Bildschirm kaputt – Garantiefall?
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Ist das iPhone-Display kaputt, lässt sich das Glas normalerweise problemlos austauschen. Diesen Service kannst du zum Beispiel direkt in einem Apple Store, aber auch bei vielen anderen Anbietern in Anspruch nehmen. Hier gibt es einerseits von Apple autorisierte Servicestellen und andererseits unabhängige Dienstleister. Im Apple Store und bei autorisierten Servicestellen bekommst du Originalteile und die Garantie für das iPhone bleibt auch nach der Reparatur bestehen. Auch unabhängige Dienstleister bieten oft Ersatzteile in Top-Qualität – noch dazu kommst du hier in aller Regel günstiger weg als bei Apple selbst. Außerhalb der Garantie kann die Display-Reparatur im Apple Store je nach Modell zwischen € 150,- und € 360,- kosten.

Auch wenn dein iPhone relativ neu ist: Unfallschäden wie ein kaputtes Display werden durch die gesetzliche Gewährleistung nicht abgedeckt. Falls du einen AppleCare+ Vertrag hast, kann die Reparatur bei Apple allerdings um einiges günstiger ausfallen.

Wichtig: Lässt du dein Display direkt von Apple reparieren, bleibt die Garantie für das Smartphone danach bestehen. Unabhängige Anbieter bieten zwar oft eine Garantie auf Reparatur und Ersatzteile, die gesetzliche Gewährleistung vonseiten Apple erlischt allerdings.

Kann ich das Display-Glas selbst austauschen?Wenn du ein kaputtes iPhone-Display hast, kannst du dieses grundsätzlich auch selbst austauschen und dabei im Vergleich zur professionellen Reparatur Geld sparen. Allerdings sind hierbei extremes Geschick und technisches Know-how gefragt. Bei den meisten iPhones ist die Hardware fest und sicher verbaut. Überlege dir also gut, ob du das Ganze auf eigene Faust machen möchtest – im schlimmsten Fall kannst du dabei etwas anderes an der Technik beschädigen. Mit einer professionellen Reparatur bei Apple oder bei einem anderen Service bist du immer auf der sicheren Seite.

Wasserschaden beim iPhone – Tipps zum Vorgehen

Neuere iPhone-Modelle bieten einen grundlegenden Schutz vor Wasser, sind allerdings auch nur bis zu einer gewissen Tiefe und für eine bestimmte Zeit wasserdicht. Gänzlich ist das iPhone wahrscheinlich nie vor einem Wasserschaden gefeit, daher ist es immer sinnvoll, dein Handy vom Nass möglichst fernzuhalten. Ist dein iPhone doch einmal ins Wasser gefallen, erklären wir dir, wie du am besten reagierst.

So erkennst du einen Wasserschaden beim iPhone:Die meisten iPhones und auch iPod-Modelle besitzen einen Flüssigkeitssensor (LCI), der aktiviert wird, sobald er mit einer Flüssigkeit in Berührung kommt. Diesen Sensor kannst du auch von außen sehen, um zu überprüfen, ob dein Handy möglicherweise einen Wasserschaden hat. Normalerweise ist der Sensor weiß bzw. silbern. Kommt er mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit in Berührung, färbt er sich rot. Auf der Website von Apple findest du eine Tabelle, in der die Position des Flüssigkeitssensors bei unterschiedlichen Modellen aufgeführt wird – so weißt du, wo du nachsehen musst. Bei sehr vielen Modellen befindet sich der Sensor beispielsweise im SIM-Karten-Slot, den du ohne Weiteres öffnen kannst. Ist der Sensor rot gefärbt, kann das auf einen Wasserschaden hindeuten. Im Zweifel wendest du dich anschließend am besten an Apple oder einen anderen professionellen Dienstleister.

Das kannst du nach einem Wasserschaden tun

Der Flüssigkeitssensor ist rot und sehr wahrscheinlich mit Wasser in Berührung gekommen? In dem Fall kannst du die folgenden Schritte ausprobieren, bevor du das iPhone in die Reparatur gibst.

  1. Wenn das iPhone noch eingeschaltet ist, schalte es sofort aus. Geht es von selbst aus, schalte es vorerst nicht wieder ein. Trockne das iPhone zunächst oberflächlich ab, zum Beispiel mit Küchenpapier.
  2. Auch wenn der Akku ohnehin fest verbaut ist – versuche nicht, diesen herauszunehmen. Das ist einerseits sehr aufwendig und andererseits erlischt dadurch die Garantie von Apple.
  3. Lege das iPhone nicht in die Mikrowelle, den Ofen oder auf die Heizung. Auch das Trocknen mit dem Fön ist nicht empfehlenswert. Bei all diesen Methoden können Bauteile zu stark erhitzt werden und es besteht die Gefahr, dass Kondenswasser das iPhone unbrauchbar macht
  4. Benutze einen luftdichten Frischhaltebeutel oder alternativ eine wasserdicht verschließbare Plastikdose, befülle das Gefäß mit ungekochtem Reis und lege das iPhone hinein. Der Reis zieht Wasser an und kann verhindern, dass sich das verdunstete Wasser im iPhone erneut auf Bauteilen absetzt.
  5. Das iPhone sollte mit ausreichend Reis umgeben sein. Warte nun 72 Stunden – lieber zu lang als zu kurz. Dann kannst du versuchen, das iPhone wieder anzuschalten.

Wasserschaden-Reparatur und Garantie

Ein Wasserschaden wird nicht durch die Garantie oder den AppleCare+ Vertrag abgedeckt. Lässt du das defekte iPhone mit Wasserschaden reparieren, musst du bei Apple die Gebühr für Serviceleistungen außerhalb der Garantie zahlen. Das kann mehrere Hundert Euro kosten. Es gibt allerdings auch viele andere Anbieter, die einen iPhone-Wasserschaden reparieren können. Je nach Modell gibt es Angebote für die Reparatur des Wasserschadens schon ab € 30,-. Hier erhältst du allerdings keine Garantie dafür, dass das iPhone danach wirklich wieder funktioniert– überlege es dir also gut.

Der iPhone-Bildschirm bleibt schwarz – was kann ich tun?

Das Display deines iPhones bleibt schwarz und zeigt nichts an. Das Problem kennen einige Apple-Nutzer, doch nicht immer muss das iPhone gleich defekt sein – ein schwarzer Bildschirm kann unterschiedliche Gründe haben. So kannst du testen, ob das Display kaputt ist und eventuell ausgetauscht werden muss.

Betätige den Stummschalter deines iPhones – zuerst aus und dann an. Vibriert dein iPhone beim Betätigen des Stummschalters, ist sehr wahrscheinlich das Display defekt und muss ausgewechselt werden. Beachte, dass der Test allerdings nur funktioniert, wenn du den Vibrationsalarm nicht deaktiviert hast. Alternativ halte den Home-Button gedrückt, sofern dein iPhone einen hat. Wenn Siri sich meldet, liegt der Fehler beim Display. Wenn nicht, liegt der Fehler wahrscheinlich woanders.

Zum einen kannst du versuchen, das iPhone über ein Datenkabel mit deinem Computer zu verbinden. Wird das Smartphone erkannt und der Bildschirm bleibt schwarz, ist dieser wohl kaputt. Zum anderen kannst du das Handy mit dem Ladekabel an eine Stromversorgung anschließen. Zeigt der Bildschirm ein leeres Akku-Symbol oder Ladesymbol an? Falls ja, funktioniert das Display. Erscheint kein Symbol, versichere dich mit den weiteren Tests, ob der Bildschirm defekt ist.

Ein Soft Reset kann bei kleineren Problemen helfen und dafür sorgen, dass alles wieder richtig funktioniert. Dabei wird das Betriebssystem neu gestartet, ohne dass Daten oder Einstellungen gelöscht werden. Bei neueren iPhones hältst du dazu die Power- und die Leiser-Taste gedrückt, bei älteren Modellen den Home-Button und die Power-Taste. Das iPhone startet jetzt neu. Nun sollte das Apple-Logo erscheinen. Ist das nicht der Fall, sind Display oder das iPhone womöglich schwerer beschädigt.

Wenn die bisherigen Maßnahmen nicht zum Erfolg geführt haben, kannst du versuchen, das iPhone zu aktualisieren oder wiederherzustellen. Bei letzterem gehen allerdings leider all deine Daten verloren. Halte dazu neun Sekunden den Home-Button und die Power-Taste bzw. die Power- und Leiser-Taste gedrückt und verbinde dein iPhone mit einem Mac oder PC. Auf einem Mac mit macOS Catalina oder neuer öffnest du dazu den Finder, auf einem Mac mit macOS Mojave oder älter bzw. auf einem Windows-PC öffnest du iTunes.
Jetzt solltest du die Optionen „Aktualisieren“ oder „Wiederherstellen“ erhalten. Versuche es zunächst mit der Aktualisierung – dabei wird iOS neu installiert, ohne deine Daten zu löschen. Funktioniert dies nicht, versuche, das Gerät wiederherzustellen. Hilft auch das nicht, ist das Display sehr wahrscheinlich vollständig defekt und muss ersetzt werden.

Der Home-Button des iPhones ist defekt: Was hilft?

Ein defekter Home-Button ist bei älteren iPhone-Modellen (bis zum iPhone 8) einer der häufigsten Schäden. Die Bedienung des Smartphones wird dadurch schwierig bis unmöglich. Funktioniert der Knopf nur durch eine kleinere Fehlfunktion nicht mehr richtig, kannst du versuchen, den Knopf neu zu kalibrieren. Öffne dazu eine der vorinstallierten Apps, wie zum Beispiel die Kalender-App. Jetzt drückst du den Power-Button, bis der Schieberegler zum Ausschalten erscheint. Halte nun den Home-Button so lange gedrückt, bis der Ausschalten-Regler verschwindet und die geöffnete App geschlossen wird. Du solltest dich jetzt wieder auf dem Homescreen befinden und der Home-Button sollte wieder besser funktionieren. Wenn das nicht funktioniert, ist der Home-Button höchstwahrscheinlich defekt und muss repariert werden.

Home-Button beim Profi reparieren lassen Du kannst den Home-Knopf zwar selbst reparieren, das solltest du aber nur in Erwägung ziehen, wenn die Garantie schon lange abgelaufen ist und du darüber hinaus sehr geschickt bist. Im Zweifel empfiehlt es sich jedoch immer, die Reparatur dem Profi zu überlassen. Innerhalb der einjährigen Garantie kannst du das Handy direkt im Apple-Store abgeben und einschicken lassen. Die Taste wird dann kostenlos repariert. Auch bei unabhängigen Dienstleistern ist die Reparatur möglich, meist für Preise ab ca. € 40,-.

iPhone ohne Home-Button bedienenAlternativ zu einer sofortigen Reparatur kannst du mit einem virtuellen Home-Button schnell Abhilfe schaffen. Gehe dazu in die iPhone-Einstellungen und navigiere zum Punkt „Bedienungshilfen“. Hier wählst du den Menüpunkt „Tippen“, dann „Assistive Touch“ und aktivierst die Funktion mit dem Schieberegler. Nun erscheint ein virtueller Button auf dem Display, den du beliebig verschieben kannst. Hier hast du verschiedene Optionen zur Bedienung – unter anderem den Home-Button, um zum Homescreen zu gelangen.

iPhone-Akku austauschen lassen

Mit jedem Ladezyklus lässt der Akku deines iPhones nach, sodass die Akkulaufzeit kürzer wird. Neben dem natürlichen Verschleiß kann es aber auch aus anderen Gründen zu einem defekten Akku kommen. Den Zustand der Batterie kannst du übrigens ab iOS 11.3 in den Handy-Einstellungen einsehen. Navigiere zum Menüpunkt „Batterie“ und dann „Batteriezustand“ – hier siehst du die maximale Kapazität in Prozent.
Bei einer kaputten Batterie kannst du den Wechsel selbst vornehmen, wenn beispielsweise die Garantie abgelaufen ist. Die professionelle Reparatur bei Apple oder einem unabhängigen Dienstleister ist aber auch hier der deutlich sicherere Weg, wenn du dein iPhone noch länger nutzen möchtest. Innerhalb der Garantie tauscht Apple den Akku normalerweise kostenlos aus – allerdings nur, wenn die Leistung stärker abgenommen hat als es durch den alltäglichen Gebrauch üblich ist. Nach Ablauf der Garantie kostet die Reparatur des defekten Akkus bei Apple zwischen € 55,- und € 75,-.

Defektes iPhone: selbst reparieren vs. professionelle Reparatur

Sind einzelne Teile deines iPhones defekt, hast du in den meisten Fällen die Möglichkeit, diese selbst zu reparieren oder auszutauschen. Dazu gibt es spezielle Reparatur-Sets mit Werkzeugen sowie Ersatzteilen zu kaufen und im Internet findest du meist sehr detaillierte Anleitungen. Trotzdem solltest du dir gut überlegen, ob du wirklich selbst Hand anlegen möchtest.
Da vor allem neuere iPhones technisch sehr komplex gebaut und gut verarbeitet sind, besteht die Gefahr, dass die Reparatur nicht gelingt. Bei einem Service-Dienstleister bekommst du in diesen Fällen oft dein Geld zurück – privat gekaufte Ersatzteile und Werkzeuge erstattet dir allerdings niemand. Im schlimmsten Fall beschädigst du bei der Reparatur aus Versehen etwas. Die Reparatur wird dadurch teurer oder das iPhone wird komplett unbrauchbar. Außerdem erlischt dadurch in jedem Fall die Garantie des Herstellers, wenn du das defekte iPhone selbst reparierst. Für alle danach anfallenden Garantiefälle musst du selbst aufkommen.

Fazit: Das iPhone selbst zu reparieren, ist eine günstige Alternative für wagemutige und erfahrene Bastler, wenn die Garantie sowieso abgelaufen ist. In allen anderen Fällen ist allerdings Vorsicht geboten.

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