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Das Ende der zusätzlichen Roaming-Gebühren innerhalb der EU ist vollbracht: Die Preise für das Surfen, Telefonieren und Simsen sind außerhalb der Grenzen Deutschlands nicht teurer sein, als innerhalb. Sparhandy.de hat anlässlich der Umstellung alle Fragen zusammengetragen, die den Kunden jetzt beschäftigen.

– Stand: 15. Juni 2017; Änderungen sind gekennzeichnet


Roaming Anbieter zur Regulierung

Was ändert sich bei welchem Mobilfunk-Provider?

Als anbieterunabhängiger Mobilfunk-Vermittler haben wir von Sparhandy.de eine übersichtliche PDF erstellt, welche die Änderungen im Zuge der EU Roaming-Regulierung im Detail bei jedem einzelnen Mobilfunkanbieter aufzeigt. Sie können das PDF untenstehend herunterladen. Für alles andere gilt das allgemeine FAQ, das Sie im Anschluss weiter unten finden.



FAQ zur neuen Roaming-Regelung

Ab dem 15. Juni 2017 dürfen laut EU MEMO/16/4396 die Mobilfunkprovider keine zusätzlichen Kosten für Telefonate, SMS und verbrauchte Daten im EU-Ausland mehr verlangen. Alles, was Sie dazu wissen müssen.

Grundlegendes

Das Europaparlament und die EU-Staaten haben sich auf die Abschaffung der EU-Roaming-Gebühren geeinigt. Ab dem 15. Juni werden zusätzliche Kosten durch Roaming im EU-Ausland abgeschafft. „Roam‘ like home“ ist das Motto, das heißt durch die Abschaffung der Roaming-Gebühren haben Sie nicht mehr Kosten als Sie in ihrem Heimatland haben.
Die Abschaffung der Roaming-Gebühren innerhalb der EU ist ein viel beachtetes Thema, das politisch lange kontrovers diskutiert wurde. Der ursprüngliche Gesetzentwurf war fast mit der heutigen Lösung identisch: Man verständigte sich darauf, dass das Telefonieren im EU-Ausland keine zusätzlichen Kosten mehr verursachen sollte. Allerdings folgte darauf jedoch Kritik, dass diese Lösung sehr anfällig für Missbrauch ist. (Beispiel: Dauerhafte Benutzung einer SIM-Karte aus dem Ausland). Um diesen auszuschließen, wurde eine 90-Tage-Frist für die kostenfreie Roaming-Nutzung favorisiert. Diese Regelung wurde letztlich aber wieder gekippt. Künftig gibt es stattdessen eine Missbrauchsklausel, die verhindert, dass deutsche Kunden ihren Vertrag im Ausland abschließen. Dazu mehr weiter unten.
Die Abschaffung der Roaming-Gebühren gilt flächendeckend für die 28 EU-Länder, dh. Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich (bis zum Austritt) und Zypern. Da einige Länder nicht zur EU, aber zum europäischen Wirtschaftsraum gehören, haben einige Mobilfunkanbieter ausgewählte Länder, wie z.B. die Schweiz, Türkei, Azoren, Ceuta, Französisch Guyana, Gibraltar, Guadeloupe, Kanarische Inseln, Liechtenstein, Madeira u.v.m. auch in den EU-Tarif mit einbezogen. Zur Sicherheit müssen Sie bei ihrem Mobilfunkanbieter nachfragen, da diese Länder je nach Anbieter variieren.
Die geplante 90-Tage-Frist für Aufenthalte bekam nach der Veröffentlichung reichlich Kritik, so dass sie vom Kommissionspräsidenten nach nur 4 Tagen als ungenügend abgestempelt wurde. Nach der Kritik rechtfertigte sich die EU-Kommission bzgl. ihrer Durchsetzung der 90-Tage-Frist mit dem Aspekt zum Schutz der Mobilfunkanbieter, dass jemand nicht die Möglichkeit hat eine günstigere SIM-Karte im EU-Ausland zu erwerben, diese beispielsweise mit nach Deutschland bringt und so kostengünstiger unbegrenzt zu telefonieren und zu surfen. Die EU-Kommission kündigte demnach eine Überarbeitung der Pläne an.

Dauer des Aufenthaltes & Nutzung

Dies wurde den Mobilfunkanbietern überlassen. Um zu unterbinden, dass ein Nutzer einen Vertrag im Ausland kauft und im Heimatland dauerhaft nutzt, dürfen Mobilfunkanbieter unter Umständen nach einer Info mit zweiwöchiger Frist geringe zusätzliche Gebühren erlassen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man sich in einem Zeitraum von vier Monaten länger als zwei Monate im Ausland aufhält.
Um zu unterbinden, dass ein Nutzer einen Vertrag im Ausland kauft und im Heimatland dauerhaft nutzt, dürfen Mobilfunkanbieter unter Umständen nach einer Info mit zweiwöchiger Frist geringe zusätzliche Gebühren erlassen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man sich in einem Zeitraum von vier Monaten länger als zwei Monate im Ausland aufhält.
Laut der EU-Kommission betrifft das aber weniger als 1 Prozent aller Kunden.
Dies richtet sich nach Ihrem Vertrag in der Heimat. Das konkrete Limit wird für jeden Tarif anhand einer Formel gesondert berechnet. Der Anbieter muss Sie vorab informieren, wie viel Sie von ihrem Inklusiv-Datenvolumen im Ausland aufschlagsfrei nützen dürfen. Außerdem gibt es eine SMS, wenn das Datenvolumen abgelaufen ist. In der Regel kann man davon ausgehen, dass über die Hälfte des Inlandsvolumen auch sorgenfrei im EU-Ausland verbraucht werden kann.

Umstellung & Folgen

Laut der EU-Kommission dürfen Mobilfunkanbieter ab dem 15. Juni 2017 keine zusätzlichen Kosten durch Roaming im Ausland verlangen. Zu diesem Datum müssen die Mobilfunkanbieter den Vertrag umgestellt haben.
Viele Tarife verfügen aktuell über einen gesonderten Roaming-Bestandteil von beispielsweise 1 GB Datenvolumen, der im Ausland verbraucht werden darf. Zum 15. Juni müssten die Provider diese Verträge dann umstellen, da die Regelung besagt, dass der Kunde im EU-Ausland die gleichen Konditionen haben muss, wie Zuhause. Es ist davon auszugehen, dass die Freieinheiten im EU-Ausland ab dem 15. Juni an das Kontingent im Inland angepasst werden.

Die Provider behalten sich allerdings Einzelfallentscheidungen vor. In jedem Fall werden Sie kurz vor der Umstellung durch Ihren Mobilfunkanbieter kontaktiert.

Es ist vorstellbar, dass die Preise für die Tarife bei den Mobilfunkanbietern im Inland steigen, da durch den Wegfall des Roamings erhebliche Einnahmen wegfallen werden. Die EU-Kommission hat entschieden, dass die europäischen Telekom-Unternehmen sich für die Auslandsnutzung der eigenen Kunden die Kosten gegenseitig in Rechnung stellen können. Diese beinhalten pro Minute für Anrufe eine Obergrenze von 3,2 Cent und eine Obergrenze von 1 Cent für eine SMS. Für das Surfen im Internet reguliert sich die Obergrenze schrittweise von zunächst 7,70€ für eine Gigabyte ab dem 15.06.2016 und ab dem 01.01.2022 auf 2,50€ pro Gigabyte. Da diese Kosten nicht mehr an den Kunden weitergegeben werden, wäre eine Kostensteigerung der monatlichen Beiträge für den Kunden eine mögliche Maßnahme.

Was bedeutet Roaming?

Der Begriff internationales Roaming (englisch für „herumwandern“) wird im Mobilfunkbereich synonym für die Handynutzung im Ausland verwendet. Damit ist die Möglichkeit eines Kunden gemeint, in einem anderen Netz als das Heimnetzwerk telefonieren, simsen und surfen zu können.

Der Begriff ist vor allem dadurch negativ vorbelastet, dass in früheren Zeiten und fernen Ländern sehr hohe Gebühren für die Nutzung des ausländischen Netzes angefallen sind.

EU Roaming

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Sparhandy-Analysen haben ergeben: 6 von 10 Kunden greifen bei der Bestellung aktuell zu einem Handytarif mit Roaming-Bestandteil. Das kann eine komplette Roaming-Flat sein oder ein zusätzliches Verbrauchsvolumen im EU-Ausland. Dabei haben die Anbieter in den letzten Monaten auch kräftig aufgerüstet: Laut unseren Zahlen haben inzwischen 2 von 3 angebotenen Tarifen einen Roaming-Bestandteil. Letztes Jahres lag der Anteil bei lediglich 41 Prozent.

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