Handyvertrag kündigen:
So geht es richtig

        

Viele Nutzer bleiben Ihrem Handyvertrag meist lange treu und zahlen so unnötige Kosten an ihren Provider. Die Gründe sind dabei vielfältig: sei es Bequemlichkeit, Loyalität zum Mobilfunkanbieter oder Unwissenheit über bessere Angebote anderer Anbieter. Eine Kündigung ist in vielen Fällen ein guter Schritt zu einem kostengünstigeren Vertrag. Den Handyvertrag zu kündigen bringt meist noch viele weitere Vorteile mit sich, die Sie so geschickt ausnutzen können. Profitieren Sie von Ihren Möglichkeiten und checken Sie Ihre Optionen. Auf dieser Seite erhalten Sie alle notwendigen Tipps, um Ihren Handyvertrag problemlos und fristgerecht zu kündigen.


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Warum lohnt es sich, den Handyvertrag zu kündigen?

Die meisten Handyverträge haben eine Laufzeit von 24 Monaten. Zum Ende dieser Laufzeit sollten Sie immer andere Tarife Ihres Mobilfunkanbieters in Augenschein nehmen oder auch einen Blick auf die Angebote bei Alternativanbietern werfen. Nicht selten gibt es attraktivere und meist günstigere Handyverträge bei der Konkurrenz. Verpassen Sie hierbei jedoch die Kündigungsfrist, so verlängert sich der Handyvertrag automatisch um weitere 12 Monate. Aus diesem Grund ist es wichtig, den genauen Endtermin für Ihren persönlichen Vertrag zu kennen. Schauen Sie in Ihre Vertragsunterlagen des Providers – hier finden Sie die notwendigen Angaben zum Laufzeitende. Die meisten Provider stellen ihren Kunden diese Daten auch online im persönlichen Mitgliederbereich zur Verfügung.

Eine Kündigung vom Mobilfunkvertrag oder ein Tarifwechsel bietet sich immer dann an, wenn Sie Ihren Handyvertrag bereits lange bei Ihrem Anbieter haben und sich bisher keine Gedanken über eine Kündigung oder einen Wechsel gemacht haben. Ältere Verträge haben meist den Nachteil, dass die Konditionen veraltet und so ungünstig geworden sind.

Wann kann der Handyvertrag gekündigt werden?

Um eine ordentliche Kündigung von einem Handyvertrag durchführen zu können, müssen Sie das Ende Ihrer Vertragslaufzeit kennen. Nur bei Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsfrist ist es möglich, den Handyvertrag rechtskräftig zu kündigen – andernfalls läuft dieser weiter. Die Kündigungsfristen variieren meist je nach Anbieter oder individueller Vertragslaufzeit. Generell haben Verträge, die eine Laufzeit von 24 Monaten aufweisen, eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Vertragsende.

Lesen Sie hier jedoch unbedingt das Kleingedruckte in Ihrem Handyvertrag, denn viele Anbieter definieren die Kündigungsfristen unterschiedlich. Wichtig hierbei zu beachten ist, dass das Kündigungsschreiben an Ihren Anbieter zum letzten des Vormonats eingegangen sein muss. Möchten Sie Ihren Handyvertrag beispielsweise zum 01.08. kündigen, muss die schriftliche Kündigung unbedingt spätestens bis zum 30.04. beim Mobilfunkanbieter eingegangen sein.


Die Konditionen der Mobilfunkverträge ändern sich stetig – Tarife werden fast schon täglich günstiger und leistungsfähiger. Eine Kündigung vom Handyvertrag lohnt sich immer, um nicht langfristig in der Kostenfalle des Mobilfunkanbieters festzustecken. So sparen Sie auf lange Sicht bares Geld! Falls Sie auf der Suche nach einem neuen Tarif sind, nutzen Sie doch unsere Tarifsuche.


Die Kündigungsfristen der einzelnen Provider im Überblick

Kündigungsfristen beachten bei Ihrem Handyvertrag
Mobilfunkanbieter Mindestvertragslaufzeit Kündigungsfrist Automatische Verlängerung
o2 1 Monat 30 Tage 1 Monat
24 Monate 3 Monate 12 Monate
Vodafone
BASE
T-Mobile
E-Plus
1&1
24 Monate 3 Monate 12 Monate
24 Monate 3 Monate 12 Monate
24 Monate 3 Monate 12 Monate
24 Monate 3 Monate 12 Monate
1 Monat 30 Tage 1 Monat
24 Monate 3 Monate 12 Monate
Congstar 1 Monat 30 Tage 1 Monat
24 Monate 3 Monate 12 Monate
Mobilcom-Debitel 1 Monat 30 Tage 1 Monat
24 Monate 3 Monate 12 Monate

Sind Sie mit Ihrem aktuellen Mobilfunkvertrag unzufrieden, möchten jedoch nicht die reguläre Vertragslaufzeit abwarten? Dann überprüfen Sie Ihr Anrecht auf eine außerordentliche Kündigung. Sonderkündigungsrechte gibt es bei den einzelnen Providern zwar, dennoch sind diese an spezielle Anforderungen geknüpft. Bei einer Sonderkündigung gelten weder Kündigungsgründe, noch -Zeitpunkte oder -Fristen. Eine erfolgreiche Sonderkündigung wird meist beim Ableben des Kunden, bei einer Privatinsolvenz oder bei nicht erbrachten Leistungen seitens des Providers gewährt.

Der Wechsel zu einem anderen Mobilfunkanbieter

Haben Sie sich mit Ihrem aktuellen Handyanbieter nicht auf ein attraktives Vertragsangebot einigen können, so steht der Wechsel zu einem anderen Provider ins Haus. Damit der Übergang möglichst nahtlos erfolgt und Sie nicht ohne Handyvertrag dastehen, sollten Sie einige Dinge beachten. Haben Sie Ihren Altvertrag erfolgreich gekündigt und auch die schriftliche Kündigungsbestätigung in der Hand, dann kümmern Sie sich um Ihren Neuvertrag zum gewünschten Zeitpunkt. Damit Sie nicht doppelte Gebühren zahlen, empfiehlt sich eine vorzeitige Absprache des Vertragsbeginns mit Ihrem neuen Anbieter. Hierbei können Sie auch die Formalitäten für die Rufnummer-Mitnahme klären. Die Rufnummer können Sie, wenn Sie möchten, zu Ihrem neuen Anbieter mitnehmen. Hierzu müssen Sie einen Antrag stellen und die Kündigungsbestätigung vorlegen. Bestenfalls erledigen Sie diese Formalität einige Wochen vor dem Ablauf Ihres aktuellen Vertrags, damit der Übergang reibungslos läuft.

Für die Mitnahme der Rufnummer verlangen die meisten Provider eine einmalige Bearbeitungsgebühr von bis zu 30 Euro. Auch hier lohnt sich ein Blick auf verschiedene Anbieter: Einige verlangen für diesen Service keine zusätzlichen Gebühren.

So kündigen Sie Ihren Handyvertrag richtig

Handyvertrag jetzt kündigen

Einen Handyvertrag kündigen Sie immer in schriftlicher Form und spätestens fristgerecht zum Ende der Vertragslaufzeit. Hierbei stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung. Versenden Sie das Kündigungsschreiben per Post, dann empfiehlt es sich, den Brief als Einschreiben zu versenden. So haben Sie den Beweis in der Hand, dass Sie die Kündigung versendet haben. Alternativ können Sie Ihren Handyvertrag per Fax kündigen – auch hier sollten Sie die Sendebestätigung aufbewahren. Kündigungen per E-Mail sind heutzutage ebenfalls zulässig – werden aber womöglich von einigen Anbietern nicht anerkannt. Diese beste Wahl stellt immer das Einschreiben mit Unterschrift dar.

Egal, für welche Kündigungsart Sie sich auch entscheiden, alle sollten eines gemeinsam haben: Verlangen Sie im Kündigungsschreiben ausdrücklich eine schriftliche Bestätigung mit Angabe des Austrittstermins von Ihrem Mobilfunkanbieter. Erst wenn Ihnen dieses Schreiben vorliegt, ist die Kündigung von Ihrem Handyvertrag rechtskräftig. Das Kündigungsanschreiben an sich ist formlos, muss jedoch alle relevanten Daten, die zum Kündigen notwendig sind, enthalten. Hierzu zählen Ihre persönlichen Daten, wie Name und Adresse, Kundennummer, Rufnummer sowie den Kündigungstermin (letzter Tag der Vertragslaufzeit).