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Den meisten Handykäufern werden die Begriffe SIM-Lock und Net-Lock schon einmal begegnet sein. Besonders im Prepaid-Bereich arbeiten Mobilfunkanbieter gerne mit diesen Beschränkungscodes für Hardware, damit die Smartphones nur mit bestimmten Karten oder Netzen benutzt werden können.

Aber was genau bedeutet eigentlich SIM- und Net-Lock? Wie können diese Sperren wieder freigeschaltet werden? Und warum ist es wichtig beim Smartphone-Kauf darauf zu achten, ob ein Handy mit Sim-Lock Sperre belegt ist oder nicht? Im folgenden Text finden Sie Antworten auf diese und weitere Fragen rund um SIM- und Net-Lock.


Was ist SIM-Lock?

Wenn Sie ein günstiges Smartphone mit einer Prepaid-Karte oder einem Vertrag kaufen, kann es sein, dass das Gerät mit einem SIM-Lock gesperrt ist. Das bedeutet, dass das Handy nur mit bestimmten SIM-Karten genutzt werden kann und nicht frei zugänglich ist. Mobilfunkprovider verwenden SIM-Locks, damit das für ein subventioniertes Smartphone ausgegebene Geld innerhalb des Unternehmens bleibt. Die Handys können so günstiger angeboten werden und der Kunde ist für einen gewissen Zeitraum an einen Tarif gebunden. Auf diese Weise verdient der Betreiber trotz preisgünstiger Hardware mit den laufenden Mobilfunkkosten Geld.

SIM-Locks haben unterschiedliche Funktionsweisen. Unter anderem gibt es Länder-Sperren, dabei kann das Smartphone nur mit einer SIM-Karte aus einem bestimmten Land oder einer Ländergruppe verwendet werden. Eine weitere Variante ist die totale SIM-Kartensperre. Diese Art des SIM-Locks ist mit weitreichenden Einschränkungen verbunden. Denn das Gerät funktioniert nur mit der mitgelieferten SIM-Karte oder einer Karte aus derselben Produktionscharge. In Deutschland kommen diese Sperren jedoch nicht häufig zum Einsatz. Die geläufigste Art des SIM-Locks ist der NET-Lock, der im nächsten Abschnitt näher erklärt wird.

Was ist Net-Lock?

Die meisten Mobilfunkprovider in Deutschland nutzen bei günstig vertriebenen Smartphones einen sogenannten Net-Lock. Dabei wird die Nutzung des Handys auf ein bestimmtes Netz beschränkt. Sie finden solche Sperren für das Mobilfunknetz von Telekom, Vodafone und O2. Das Telefon funktioniert dann zwar auch mit SIM-Karten von anderen Anbietern, aber nur solange sich diese im selben Netz wie der Originalbetreiber befinden.

Mit dem Branding eines Smartphones durch Mobilfunknetzbetreiber haben die Sperren übrigens nicht zwangsläufig etwas zu tun. Manche Handys werden mit einer speziellen Software-Konfiguration auf den Markt gebracht, die das Layout und zusätzliche Apps von beispielsweise T-Mobile vorinstalliert haben. Zwar sind auch viele dieser gebrandeten Smartphones mit einem SIM-Lock versehen, einen direkten Zusammenhang gibt es aber nicht.

Egal ob SIM- oder Net-Lock – auf der Verpackung des Mobiltelefons muss die Sperre in jedem Fall verzeichnet sein. Nur so kann der Verbraucher schnell erkennen, ob es sich um ein gesperrtes Handy handelt oder nicht.

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Sim-Lock und Netlock auf dem Handy

Einfluss von SIM- & Net-Lock auf Ihr Smartphone

Achten Sie vorm Kauf auf die Hinweise zu eventuellen Sperren, denn SIM- und Net-Locks bringen einige Einschränkungen mit sich. Ein Smartphone mit SIM-Lock ist zwar in der Regel günstiger im Kauf, jedoch können Sie das Gerät nicht flexibel nutzen. Wenn Sie Ihr Mobiltelefon auch mit SIM-Karten von verschiedenen Anbietern nutzen möchten, ist das mit einem SIM- oder Net-Lock nicht möglich. Problematisch ist das beispielsweise auf längeren Reisen ins Ausland, hier bietet es sich aus Kostengründen nämlich häufig an, auf einheimische SIM-Karten zurückzugreifen. Ein SIM- oder Net-Lock erschwert darüber hinaus den Verkauf Ihres Smartphones und den Wechsel zu anderen, möglicherweise günstigeren Tarifen.

Daher sollten Sie auch beim Gebrauchtkauf unbedingt überprüfen, ob es sich um ein Gerät mit SIM-Sperre handelt. Das können Sie testen, indem Sie Karten von verschiedenen Providern in das Gerät einlegen. Kann das Smartphone die Karten nicht erkennen, handelt es sich um ein SIM-Lock-Modell.

Mobiltelefon-Sperre nach Vertragslaufzeit freischalten

In der Regel werden Sie die Sperre Ihres Smartphones erst nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit los. Die Laufzeit variiert von Anbieter zu Anbieter und kann zwischen 12 und 24 Monaten dauern. Nach dieser Zeit können Sie kostenlos einen Entsperrcode für Ihr Smartphone beantragen. Auf den Internetseiten der verschiedenen Mobilfunkanbieter finden Sie jeweils Anleitungen, wie Sie zur Entsperrung genau vorgehen müssen.

Um den Freischalt-Code vom Mobilfunkanbieter zu erhalten, brauchen Sie in jedem Fall die 15-stellige IMEI (International Mobile Equipment Identity). Die IMEI können Sie entweder mit der Tastenkombination *#06# aufrufen oder bei Telefonen mit herausnehmbaren Akku auf der Rückseite des Akkus nachlesen. Ist der Entsperrcode korrekt eingeben, steht es Ihnen frei in Ihr iPhone oder Android-Telefon eine SIM-Karte Ihrer Wahl einzusetzen. Der Tarifvergleich von Sparhandy kann dabei behilflich sein ein neues Angebot zugeschnitten auf Ihr Nutzerverhalten zu finden.



SIM-Karte aus Smartphone nehmen



SIM-Karte aus Handy entnehmen

Vorzeitiges Entsperren

Falls Sie Ihr Telefon noch vor dem Vertragsablauf von einem SIM- oder Net-Lock befreien möchten, gibt es auch dafür Wege. Die meisten Mobilfunkprovider geben Ihren Kunden die Möglichkeit gegen eine Gebühr von circa 100 Euro das Smartphone zu entsperren. Beachten Sie dabei, dass es unter Umständen teurer ist ein Sim-Lock Telefon zu erwerben und frei zuschalten, als von Vorneherein ein Sim-Lock freies Handy zu kaufen.

Neben dem offiziellen Weg, gibt es auch noch weitere Möglichkeiten ein Smartphone vorzeitig entsperren zu lassen. Diese Optionen befinden sich jedoch meistens in einer rechtlichen Grauzone und sollten mit einer gewissen Vorsicht genossen werden. Denn nach einem Entsperren von Drittanbietern erlischt in der Regel die Garantie der Geräte. Wenn Ihr Smartphone danach kaputt geht, kann es also sein, dass Sie keinen Ersatz erhalten.

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