
Mit den Breitbandmessung-Apps der Bundesnetzagentur kannst du ganz einfach überprüfen, wie gut dein Mobilfunknetz wirklich ist. Damit testest du zum Beispiel, wie schnell dein mobiles Internet ist, welches Netz an deinem Standort verfügbar ist oder ob es dort Funklöcher gibt. Welche App wofür gedacht ist, wie die Messung funktioniert und was du tun kannst, wenn deine Mobilfunkleistung dauerhaft zu gering ausfällt, zeigen wir dir in diesem Artikel.
Das Wichtigste zu den Breitbandmessung-Apps in Kürze
- Die Bundesnetzagentur bietet zwei Apps zur Breitbandmessung an: Nachweisverfahren Mobilfunk & Breitbandmessung/Funkloch-App.
- Die Breitbandmessung/Funkloch-App misst die lokale Datenrate und erfasst die Netzverfügbarkeit.
- Mit der Nachweisverfahren Mobilfunk App prüfst du, ob dein Mobilfunktarif die versprochene Leistung erreicht.
- Bei nachgewiesener Minderleistung kannst du das Messprotokoll rechtssicher gegenüber deinem Anbieter nutzen, um eine Preissenkung oder Sonderkündigung einzufordern.
- Beide Apps sind kostenlos und werbefrei nutzbar (sowohl für Android als auch für iPhone).
Breitbandmessung: Diese 2 Apps bietet die Bundesnetzagentur an
Für die Breitbandmessung stellt die Bundesnetzagentur zwei verschiedene Apps bereit.
- Zum einen gibt es die Breitbandmessung/Funkloch-App. Mit ihr misst du die lokal verfügbare Datenrate und analysierst die Netzverfügbarkeit an deinem Standort.
- Zum anderen gibt es die „Breitbandmessung Nachweisverfahren Mobilfunk“-App. Sie ist seit April 2026 verfügbar und dient zur Prüfung, ob dein Mobilfunktarif in der Praxis auch die vertraglich zugesagte Leistung erreicht.
Beide Apps stehen kostenlos, ohne Werbung und für Android sowie iPhone zur Verfügung.
Was kann die Breitbandmessung/Funkloch-App der Bundesnetzagentur?
Die Breitbandmessung/Funkloch-App ist für die allgemeine Messung mobiler Internetverbindungen gedacht. Mit ihr kannst du die Internetgeschwindigkeit auf deinem Smartphone testen und feststellen, wie gut dein mobiles Internet an einem bestimmten Ort funktioniert.
Zusätzlich dokumentiert die App die Netzverfügbarkeit an deinem Standort. Sie erfasst, ob du gerade kein Netz, 2G, 4G oder 5G hast, und speichert diese Infos inklusive Zeitstempel und Standort. So kannst du Funklöcher oder schwache Zonen identifizieren und nachweisen.
Netzverfügbarkeit & Geschwindigkeit testen: So geht’s
Nach dem Download führst du direkt über den Startbereich eine mobile Messung der Datenübertragungsrate aus. Die App misst dabei anbieter- und technologieunabhängig die lokal verfügbare Geschwindigkeit deines Internetzugangs. Das Ergebnis wird anschließend mit Zeit- und Ortsbezug auf deinem Smartphone gespeichert.
Wenn du auch die Netzverfügbarkeit prüfen willst, nutzt du in derselben App die entsprechende Funktion zur Erfassung von Funklöchern. Auch diese Daten speichert die App mit Zeitstempel und Standort, sodass sich schwache Zonen oder Funklöcher nachvollziehbar dokumentieren lassen. Über den Verlauf und die Kartenansicht kannst du frühere Messungen wieder aufrufen, vergleichen oder teilen.
Übrigens: Die Netzverfügbarkeit lässt sich nicht erfassen, wenn dein Gerät mit WLAN verbunden ist, der Flugmodus aktiv ist oder die Standortfreigabe deaktiviert wurde. Bedeutet also: mobile Daten an, WLAN aus und GPS aktivieren.

Was kann die Nachweisverfahren Mobilfunk App?
Mit der App „Breitbandmessung Nachweisverfahren Mobilfunk“ misst du die tatsächliche Download- und Upload-Geschwindigkeit deines mobilen Internetzugangs. So kannst du nachweislich feststellen und dokumentieren, ob du mit deinem Mobilfunktarif tatsächlich die Leistung bekommst, die dir dein Anbieter verspricht.
Bei Feststellung einer zu geringen Leistung erstellt die App gleichzeitig auch ein Messprotokoll, das in der App gespeichert wird. Dieses Protokoll gilt als rechtssicherer Nachweis, wenn du die Ergebnisse gegenüber deinem Anbieter nutzen möchtest.
Mobilfunkleistung testen: So geht’s mit der Nachweisverfahren Mobilfunk App
- Lade dir die App herunter und starte sie auf deinem Smartphone.
- Danach wählst du „Neuer Test“ aus und startest die Messung sofort. Achte dabei darauf, dass du eine stabile WLAN-freie Mobilfunkverbindung hast und GPS aktiviert ist.
- Wird im Rahmen der Messungen eine Minderleistung festgestellt, legt die App ein Messprotokoll an, das du auf dem Gerät speichern und gegenüber deinem Anbieter nutzen kannst. Dieses Protokoll liegt als digital signiertes PDF vor.
Wann gilt die Mobilfunkleistung als zu niedrig?
Laut Bundesnetzagentur liegt eine Minderleistung vor, wenn an mindestens drei von fünf Messtagen die maßgebliche Mindestschwelle nicht wenigstens einmal erreicht wird.
Dabei bewertet die Bundesnetzagentur die Leistung nicht überall nach demselben Maßstab, sondern unterscheidet je nach Haushaltsdichte. Damit ist gemeint, wie dicht eine Region besiedelt ist. Je weniger Haushalte pro km², desto niedriger die Erwartung an Netzqualität.
- In Gebieten mit hoher Haushaltsdichte (z. B. Stadtzentren) müssen mindestens 25 Prozent der vereinbarten geschätzten Maximalgeschwindigkeit erreicht werden.
- In Gebieten mit mittlerer Haushaltsdichte (z. B. Vororte und Kleinstädte) liegt der Mindestwert bei 15 Prozent.
- In Gebieten mit niedriger Haushaltsdichte (z. B. Dörfer und ländliche Gebiete) müssen mindestens 10 Prozent erreicht werden.
Mobilfunkleistung zu gering – was nun?
Wird mithilfe der Nachweisverfahren Mobilfunk App eine erhebliche Minderleistung festgestellt, kannst du das als rechtssicheren Nachweis gegenüber deinem Mobilfunkanbieter nutzen. Dir steht dadurch ein Recht auf Minderung des monatlichen Entgelts oder sogar ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Dieses Recht gilt zwar bereits seit 2021, allerdings war der Nachweis hier bislang noch etwas komplizierter.
So gehst du jetzt vor:
- Sichere das Messprotokoll in der Nachweisverfahren Mobilfunk App und wende dich anschließend direkt an deinen Mobilfunkanbieter, um den Mangel anzuzeigen. Das Protokoll darf dabei nicht älter als vier Wochen sein.
- Setze deinem Anbieter außerdem eine angemessene Frist zur Nachbesserung – in der Regel 10 bis 14 Tage.
- Kommt der Anbieter dieser Forderung innerhalb der Frist nicht nach, kannst du deinen Handyvertrag kündigen oder eine Preisminderung einfordern. Das Entgelt ist dabei in dem Verhältnis herabzusetzen, in dem die tatsächliche Leistung von der vertraglich vereinbarten Leistung abweicht. Eine feste Vorgabe zur Höhe gibt es also nicht. Entscheidend sind immer die Umstände des Einzelfalls, weshalb die genaue Minderung in der Praxis mit dem Anbieter geklärt werden muss.

Apps zur Breitbandmessung: die häufigsten Fragen
Ja. Sowohl die Nachweisverfahren Mobilfunk App als auch die Breitbandmessung/Funkloch-App werden von der Bundesnetzagentur kostenlos und ohne Werbung bereitgestellt.
Ja, du kannst dein Handy während des Tests ganz normal verwenden. Die Apps laufen im Hintergrund weiter, sodass du dein Smartphone nicht für längere Zeit beiseitelegen musst. Verzichte während einer aktiven Geschwindigkeitsmessung aber möglichst auf datenintensive Anwendungen, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Die Überprüfungen dauern meist nur wenige Minuten.
Dein mobiles Internet gilt nicht schon nach einer einzelnen schlechten Messung als zu langsam. Entscheidend ist die komplette Messkampagne: Grundsätzlich sind 30 Messungen an fünf Tagen innerhalb von 14 Tagen vorgesehen. Eine erhebliche Abweichung liegt vor, wenn an mindestens 3 von 5 Messtagen die maßgebliche Schwelle zur vertraglich vereinbarten geschätzten maximalen Datenübertragungsrate nicht erreicht wird. Wie hoch diese Schwelle ausfällt, hängt von der Haushaltsdichte deines Messorts ab.
Die Breitbandmessung/Funkloch-App und die Nachweisverfahren Mobilfunk App sind für Mobilfunk gedacht. Wenn du deine Festnetz-Internetverbindung prüfen möchtest, stellt die Bundesnetzagentur dafür eine separate Breitbandmessung Desktop-App bereit. Mit ihr kannst du die tatsächlich erreichten Geschwindigkeiten im Up- und Download messen und mit den vertraglich vereinbarten Werten vergleichen.
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